2.37.2 (k1970k): 3. Sicherheit von Kernkraftwerken

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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3. Sicherheit von Kernkraftwerken

Bundesminister Prof. Dr. Leussink erläutert die Kabinettvorlage seines Hauses vom 30. Juli 1970. Das Bundeskabinett nimmt Kenntnis. 2

Fußnoten

2

Vorlage vom 30. Juli 1970 in B 295/18586. - Im Januar 1969 hatte die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) AG in Ludwigshafen bei der Landesregierung Rheinland-Pfalz einen Genehmigungsantrag für den Bau eines Atomkraftwerks am Rande des Werksgeländes gestellt. - Der BMBW hatte vorgeschlagen, die Genehmigungsentscheidung um zwei Jahre aufzuschieben, da erstmals ein Standort in unmittelbarer Nähe einer Großstadt und eines Industriegeländes errichtet werden sollte, und ein vergleichbares Projekt auf internationaler Ebene noch nicht genehmigt worden sei. Er verwies zudem auf die möglichen Wirkungen der chemischen Großanlage auf den Reaktor schon bei leichteren Unfällen und auf die schweren Explosionskatastrophen am 21. Sept. 1921 und am 28. Juli 1948 bei der BASF. Mit dem Unternehmensvorstand habe er Einvernehmen über die zweijährige Wartezeit erzielt, in der die Kommission für Reaktorsicherheit ein Gutachten vorlegen sollte. Vgl. das Schreiben des BASF-Vorstands an Leussink vom 24. Juli 1970 in B 295/18686. - Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BASF AG beschlossen auf ihrer Sitzung am 12. Dez. 1976, aus Wirtschaftlichkeitserwägungen vom Vorhaben Abstand zu nehmen. Vgl. das Schreiben des rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums an die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz vom 6. Jan. 1977 in LHA KO Best. 860 Nr. 11139, weitere Unterlagen in LHA KO Best. 860 Nr. 11138.

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