2.42.10 (k1970k): E. Teilnahme des Bundeskanzlers an der Erweiterten Delegiertenkonferenz des Deutschen Bauernverbandes

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 2). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[E.] Teilnahme des Bundeskanzlers an der Erweiterten Delegiertenkonferenz des Deutschen Bauernverbandes

Der Bundeskanzler stellt zur Diskussion, wer die Bundesregierung auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes am 10.11.1970 in Bad Godesberg vertreten soll. 35 Nach einer Aussprache, an der sich der Bundeskanzler, die Bundesminister Leber und Strobel sowie Staatssekretär Griesau beteiligen, wird Übereinstimmung erzielt, daß lediglich Bundesminister Ertl teilnehmen wird. Der Bundeskanzler wird an dem Ende Oktober stattfindenden Gespräch zwischen dem Präsidium des Bauernverbandes und dem Präsidium der SPD teilnehmen. 36

Fußnoten

35

Vgl. den Vermerk des Bundeskanzleramts vom 29. Sept. 1970 in B 136/8635, weitere Unterlagen in B 116/62891, B 136/8637 und 8638 sowie B 428/171. - Trotz guter Ernten in den Jahren 1969 und 1970 hatte der Deutsche Bauernverband (DBV) die Agrarpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert und die Mitglieder zu einer Briefaktion an den Bundeskanzler aufgerufen, um im Vorfeld gegen künftig sinkende Einkommen zu protestieren. Seit Anfang September 1970 waren im Bundeskanzleramt im Rahmen der sogenannten Weizenbeutel-Aktion mehr als 2200 Briefe und 200 kleine, mit Weizen gefüllte Säcke eingegangen, obwohl der Agraretat im Bundeshaushalt ungekürzt blieb und im Zusammenhang mit der im Oktober 1969 durchgeführten D-Mark-Aufwertung zur Sicherung der Einkommen jährliche Ausgleichszahlungen in Höhe von 1,7 Milliarden DM bis 1973 beschlossen worden waren. Vgl. den Textentwurf des DBV für die Landwirte vom 27. Juli 1970 und die Vermerke des Bundeskanzleramts vom 3. und 23. Sept. 1970 in B 136/8638 bzw. 8637.

36

Am 29. Okt. 1970 stand bei dem Gespräch zwischen dem SPD- und dem DBV-Präsidium die Agrar- und Marktpreispolitik in Brüssel im Mittelpunkt, da die vom DBV geforderte generelle Preisanhebung um 10% auf dem Agrarsektor durch die Erhöhung der Orientierungspreise bei Rindern, die Anhebung der Richtpreise bei Getreide- und Futtermitteln sowie der Referenzpreise bei Obst, außerdem durch die Erhöhung der Trinkmilchpreise und der Preise für Zuckerrüben erreicht werden sollte. Vgl. den vorbereitenden Gesprächsvermerk vom 26. Okt. 1970 in B 136/8537.

Extras (Fußzeile):