1.41.3 (k1979k): A. Personalfragen bei der Deutschen Bundesbank

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[A.] Personalfragen bei der Deutschen Bundesbank

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(9.52 Uhr)

Der Bundeskanzler teilt mit, daß er mit dem Sprecher des Vorstands der Deutschen Bank, Dr. Wilfried Guth, zwei Gespräche wegen einer möglichen Nachfolge von Bundesbankpräsident Dr. Emminger geführt hat. Bei einem zweiten Gespräch, am 30. Juli 1979, habe Herr Dr. Guth die Nachfolge abgelehnt und die Bestellung von Herrn Pöhl zum Präsidenten der Bundesbank vorgeschlagen.

Der Bundeskanzler und das Kabinett sind der Ansicht, daß Dr. Guth und der derzeitige Vizepräsident Pöhl gleichermaßen geeignet für die Nachfolge von Bundesbankpräsident Dr. Emminger sind und die Gewähr für die Wahrung der Unabhängigkeit der Bundesbank bieten.

Das Kabinett faßt den folgenden Beschluß:

Die Bundesregierung wird zu gegebener Zeit nach Anhörung des Zentralbankrates dem Bundespräsidenten vorschlagen,

-

Herrn Vizepräsidenten Karl Otto Pöhl mit Wirkung vom 1. Januar 1980 auf die Dauer von acht Jahren zum Präsidenten der Deutschen Bundesbank und

-

das Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, Herrn Dr. Helmut Schlesinger, mit Wirkung vom 1. Januar 1980 auf die Dauer von acht Jahren zum Vizepräsidenten der Deutschen Bundesbank

zu bestellen.

Die Bundesregierung sieht davon ab, dem Bundespräsidenten für die 1979 ausscheidenden Direktoriumsmitglieder die Bestellung neuer Mitglieder vorzuschlagen.

Das Kabinett ist sich darüber im klaren, daß die Geschäftsverteilung das Direktorium in eigener Zuständigkeit regelt.

Der Bundesminister der Finanzen wird beauftragt, namens der Bundesregierung den Zentralbankrat anzuhören.

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