1.8.8 (k1979k): A. Konflikt zwischen China und Vietnam

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[A.] Konflikt zwischen China und Vietnam

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(13.56-14.30 Uhr)

St van Well gibt einen Überblick über die aktuelle politische und militärische Lage im Konflikt zwischen China und Vietnam. In seine Lagebeurteilung bezieht er die bisher erkennbar gewordene Haltung der Sowjetunion sowie der USA und der übrigen westlichen Welt ein. Die Beurteilung des Auswärtigen Amtes faßt St van Well dahin zusammen, daß die militärische Aktion der VR China sowohl von den Staaten des Warschauer Paktes und der Dritten Welt wie auch in der gesamten westlichen öffentlichen Meinung sehr kritisch betrachtet werde; diese Invasion sei für China auf lange Sicht mit einer erheblichen Einbuße an Prestige verbunden.

Der Bundeskanzler stimmt dieser Bewertung zu und weist auf die bisher deutlich erkennbare Zurückhaltung der Sowjetunion in diesem Konflikt hin. St Hiehle teilt mit, daß bisher Truppen nur etwa in Bataillonsstärke im Kampfgebiet eingesetzt seien. PSt Buschfort erinnert an Pressemeldungen, nach denen Kriegsschiffe der USA und der Sowjetunion in das angrenzende Seegebiet geführt würden. - Es besteht Einvernehmen, daß die Bundesregierung gegen die vom Präsidenten der EG-Kommission Jenkins bereits vor Ausbruch des Konflikts geplante Reise nach China keine Bedenken erhebt.

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