2.38.2 (x1956e): 6. Deutsche Wochenschau GmbH; hier: Veräußerung einer Beteiligung von 45% des Stammkapitals an Ufa und Bavaria, BMBes

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Kabinettsausschuß für Wirtschaft. Band 3. 1956-1957Alfred Hartmann, Ludger Westrick, Hermann Wandersleb, Günther BergmannSchreiben des Bankiers Robert Pferdmenges an Konrad AdenauerGebäude des Bundesministeriums für WirtschaftGraphische Darstellung der landwirtschaftlichen Nutzflächen 1956

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6. Deutsche Wochenschau GmbH; hier: Veräußerung einer Beteiligung von 45% des Stammkapitals an Ufa und Bavaria, BMBes

Bundesminister Dr. Lindrath trägt vor, daß verschiedene Gründe dafür sprächen, einen Teil des dem Bunde gehörenden Stammkapitals der Deutschen Wochenschau zu privatisieren 5. Der Wert des Stammkapitals sei auf 4 Mio. DM errechnet worden. Man wolle jedoch nicht das ganze Objekt veräußern, um einen Einfluß auf dieses politisch hochwichtige Informationsmittel zu bewahren. Die Deutsche Wochenschau erfasse mit den beiden von ihr hergestellten Wochenschauen mehr als 2/3 der deutschen Lichtspieltheater. Die politische Kontrolle und Sicherung sei gewährleistet, wenn die Mehrheitsbeteiligung des Bundes erhalten bliebe. Es sei deshalb der Verkauf von nur 45% des Stammkapitals gleich 1,8 Mio. DM vorgesehen. Hiervon sollen an die Ufa 27% gleich 1,08 Mio. DM, an die Bavaria 18% gleich 720 000 DM verkauft werden. Er wolle die Angelegenheit vor Zuleitung an die gesetzgebenden Körperschaften dem Kabinett zur Beschlußfassung vorlegen und bäte um Zustimmung zu der vorgesehenen Maßnahme.

Der Kabinettsausschuß erklärt sein Einverständnis 6.

Fußnoten

5

Die aus der Entflechtung und Privatisierung des ehemaligen reichseigenen Filmvermögens Ufa-Film-GmbH (Ufi) hervorgegangenen Unternehmen Universum Film AG (Ufa) und Bavaria-Filmkunst AG (Bavaria) hatten Ende 1956 Interesse an einer Beteiligung an der 1949 gegründeten bundeseigenen Deutschen Wochenschau GmbH, Hamburg, bekundet. Vgl. zur Entflechtung und Privatisierung des reichseigenen Filmvermögens 282. Kabinettssitzung am 13. März 1953 TOP 2 (Kabinettsprotokolle 1953, S. 216-218) und das Gesetz zur Abwicklung und Entflechtung des ehemaligen reichseigenen Filmvermögens vom 5. Juni 1953 (BGBl. I 276). - Die Deutsche Wochenschau GmbH (DW) produzierte die Neue Deutsche Wochenschau und die Ufa-Wochenschau, die über die Vertriebsgesellschaften der Ufa und Bavaria verliehen wurden. Die Ufa hatte zuvor geäußert, daß sie, falls keine Einigung mit der DW zustande käme, eine eigene Wochenschau produzieren und verbreiten wolle (vgl. die Vorlage des BMBes vom 2. Jan. 1958 für die 9. Kabinettssitzung in B 115/6046 und B 136/2469).

6

Fortgang 9. Kabinettssitzung am 15. Jan. 1958 TOP 5 (B 136/36117). - Der Bundestag stimmte der Veräußerung einer Beteiligung an der Deutsche Wochenschau GmbH, Hamburg am 10. Dez. 1959 zu (Stenographische Berichte, Bd. 45, S. 5176-5180, BT-Drs. 1039).

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