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Schönlank, Bruno (31.07.1891-01.04.1965)

Teilnachlass 3
Fritz-Hüser-Institut für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur Dortmund

Biographische Angaben

Biographische Notiz
Bruno Schönlank wurde am 31. Juli 1891 in Berlin als Sohn des gleichnamigen Journalisten und Reichstagsabgeordneten geboren. Er besuchte eine Ackerbauschule, war als Gutsverwalter bei Weimar tätig und zwischen 1911-1913 als Buchhandlungsgehilfe bei dem sozialistischen Verleger J.H.W. Dietz in Stuttgart. Wichtige Bezugspersonen waren Clara Zetkin und Rosa Luxemburg, die ihn tatkräftig unterstützten. Nach dem ersten Weltkrieg 1918 wurde Schönlank Mitarbeiter bei verschiedenen sozialdemokratischen Zeitungen in Berlin und veröffentlichte regelmäßig Gedichte, Artikel und Kommentare zur politischen Lage. Schönlanks größte Bedeutung lag in seinem Engagement für die Arbeitersprechchorbewegung in der Weimarer Republik, für die er zahlreiche Werke (u.a. Erlösung, 1921; Großstadt, 1922; Der gespaltene Mensch, 1927) schrieb. Er galt als der führende Sprechchordichter und Initiator der Bewegung überhaupt. Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und die Zerschlagung der deutschen Arbeiterbewegung zerstörten Bruno Schönlanks schriftstellerische Existenz weitgehend. Er emigrierte 1933 in die Schweiz, wo er als freier Schriftsteller in relativer Abgeschiedenheit von seiner Umwelt lebte. Er starb am 1. April 1965 in Zürich.
Beruf
Schriftsteller, Dichter und Übersetzer, Lyriker
Biographische Quellen
A. Teubel (Hg.): Bruno Schönlank. Ein Dichter der Großstadt. Klartext Verlag, Essen 2003 (Schriften des Fritz-Hüser-Instituts für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur, Reihe 2: Forschungen zur Arbeiterliteratur; Bd. 12)

Bestandsinformationen

Inhaltsangabe
19 Theaterwerke; 19 341 Gedichtmanuskripte; 35 Märchen, 22 Kurzgeschichten und Erzählungen: 17 Essays, 20 Vertonungen, Liedtexte, 12 Übersetzungen,
Laufzeit
1892-1969
Umfang
1,5 lfdM.
weitere Angaben: 3250 AE
Erschließungszustand
Findbuch
© Bundesarchiv 2004/2005 Zum Seitenanfang Seitenanfang