Nach dem Scheitern der Revolution in Deutschland flohen tausende Revolutionärinnen und Revolutionäre in die Schweiz, nach Frankreich, England und in die USA. Viele der Exilantinnen und Exilanten entfalteten in ihren neuen Heimatländern politische Aktivität. Das galt ganz besonders für die USA.
Ehemalige Revolutionärinnen und Revolutionäre, in den USA „Forty-Eighters“ genannt, engagierten sich in der amerikanischen Arbeiterbewegung und im Kampf gegen die Sklaverei. Vielfach dienten sie im Amerikanischen Bürgerkrieg 1861–1865 auf der Seite der Nordstaaten, die die Sklaverei ablehnten. Zu ihnen gehörte auch Carl Schurz, dem 1849 nach der Kapitulation Rastatts unter abenteuerlichen Umständen die Flucht aus der Festung gelang. In seiner neuen Heimat stieg er bis zum amerikanischen Innenminister auf.

