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Schwarz-Weiß-Aufnahme mit Willy Brandt und Günter Guillaume, bekleidet mit Anzug und Krawatte und an Bahngleisen entlanggehend, im Hintergrund ein Personenzug

Bundeskanzler Willy Brandt mit seinem Referenten Günter Guillaume während einer Informationsreise durch Niedersachsen, 8. April 1974, Quelle: BArch, B 145 Bild-00007081 / Wegmann, Ludwig

Tag der Archive

Eine Agentenkarriere und der Rücktritt des Bundeskanzlers

Zeit

07. März 2026, 10:00 - 18:00 Uhr

Ort

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: 030 18665-3211
E-Mail: leipzig.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Veranstalter

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: 030 18665-3211
E-Mail: leipzig.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

Tag der Archive

Am 7. März 2026 öffnet das Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig beim deutschlandweiten Tag der Archive seine Türen. Mit einem vielfältigen Programm laden wir Sie zum Erkunden der deutschen Geschichte ein.

 

11:00 Uhr und 16:30 Uhr Archivführungen

Einer Diktatur auf der Spur

Die Führungen bieten detaillierte Einblicke in die Struktur und Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei. Darüber hinaus wird die heutige Nutzung der Stasi-Unterlagen erläutert.

 

14:00 Uhr Filmvorführung und Gespräch

Willy – Verrat am Kanzler

Die undurchsichtige Welt der Spionage und politischen Intrigen im Kalten Krieg: Günter Guillaume war Spion der Stasi im direkten Umfeld von Bundeskanzler Willy Brandt. Guillaume lebte zunächst in der DDR, wurde in den Westen eingeschleust und kehrte nach seiner Enttarnung und Haftstrafe wieder in den Osten zurück. Der Dokumentarfilm (90 Min.) erzählt ausschließlich aus der Sicht von Frauen über diese Agentenkarriere und den von ihr ausgelösten Rücktritt des Bundeskanzlers 1974. Im Anschluss sprechen Sandra Naumann (Drehbuch), Jan Peter (Drehbuch und Regie) mit Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv) über die Idee zum Film, die Hintergründe und historische Einordnungen.

 

10:00 Uhr bis 18:00 Uhr Beispielakten und Archivpräsentation

Der Super-GAU von Tschernobyl im Spiegel der Stasi-Unterlagen

Im Jahr 2026 jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl mit ihren zahlreichen Todesopfern zum 40. Mal. Die 1986 freigesetzte Radioaktivität führte zum Heimatverlust von zehntausenden Menschen im Umkreis des Kraftwerks und verbreitete sich über weite Teile Europas. Aus den Stasi-Unterlagen werden Berichte über die verunsicherte Reaktion der Bevölkerung und Lageeinschätzungen der DDR-Geheimpolizei gezeigt. Eine Archivpräsentation beschäftigt sich mit der Umweltbewegung im Bezirk Leipzig und der Reaktion der Stasi auf diese Aktivitäten.

 

10:00 Uhr bis 18:00 Uhr Plakatausstellung

Voll der Osten. Leben in der DDR

Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur über den DDR-Alltag in den 1980er Jahren

 

10:00 Uhr bis 18:00 Uhr Beratung zur Einsicht in die Stasi-Unterlagen

Eine Antragstellung ist vor Ort möglich. Bitte bringen Sie ein gültiges Personaldokument mit.

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