Zeit
19. März 2026, 17:00 - 20:30 Uhr
Ort
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: 030 18665-3211
E-Mail: leipzig.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Veranstalter
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: 030 18665-3211
E-Mail: leipzig.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
17:00 Uhr Buchvorstellung und Gespräch
Die DDR im Blick der Stasi 1973.
Die geheimen Berichte an die SED-Führung
Mitwirkende:
Dietrich Kessler (Musiker und Zeitzeuge)
Dr. Irina Stange-Siewert (Bearbeiterin des Bandes)
Moderation:
Dr. Martin Stief (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)
Sommer 1973 in Ost-Berlin: Im Rahmen der X. Weltjugendfestspiele trafen sich nationale und internationale Delegationen zu Wettkämpfen und Kulturveranstaltungen. Die SED präsentierte die DDR als weltoffenes Land und erfreute sich kurz vor ihrer Aufnahme in die Vereinten Nationen demonstrativ an der internationalen Anerkennung. Gleichzeitig lehnte sie innenpolitische Lockerungen wie Reise-oder Meinungsfreiheit ab. Dieser Widerspruch zwischen Öffnung und Abschottung prägte das Jahr 1973 in der DDR und zeigt sich in Berichten der Stasi an die SED-Führung, editiert in der Reihe - Die DDR im Blick der Stasi.
Dietrich Kessler (Musiker und Zeitzeuge) nahm als Mitglied der Rockband „Klosterbrüder“ an den Weltjugendfestspielen im Jahr 1973 teil und erzählt von seinen Erlebnissen.
19:00 Uhr Buchvorstellung und Gespräch
Die DDR im Blick der Stasi 1985 und 1986.
Die geheimen Berichte an die SED-Führung
Mitwirkende:
Dr. Florian Schikowski (Bearbeiter der Bände)
Uwe Schwabe (Bürgerrechtler und Zeitzeuge)
Moderation:
Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)
Michail Gorbatschow, seit März 1985 neuer KPdSU-Generalsekretär, passte nicht in das damalige Bild kommunistischer Machthaber: Deutlich jünger als seine Vorgänger, wirkte er vital, locker und der Welt zugewandt. Schnell verbanden sich mit ihm Hoffnungen auf Veränderungen. Die SED-Führung dagegen hielt Reformen für unnötig und die Stasi fürchtete gar, dass sie die kommunistische Herrschaft untergraben könnten. Das Spannungsfeld zwischen Reformerwartungen, Krisenstimmung und sozialistischem Alltag der 1980er Jahre ist ein Themenschwerpunkt der Bände 1985 und 1986 in der Editionsreihe - Die DDR im Blick der Stasi.
Der Bürgerrechtler und Zeitzeuge Uwe Schwabe berichtet von der oppositionellen Bewegung in Leipzig und den Erwartungen, die sich nach 1985 an Gorbatschow richteten.
Die Bände 1973, 1985 und 1986 der Editionsreihe - Die DDR im Blick der Stasi - sind im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, erschienen.
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