Zeit
25. März 2026, 18:00 Uhr
Ort
Bundesarchiv Rastatt – Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte
Herrenstraße 18 (Schloss)
76437 Rastatt
Telefon: 030 18665-1133
E-Mail: erinnerung@bundesarchiv.de
Veranstalter
Bundesarchiv Rastatt – Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte
Herrenstraße 18 (Schloss)
76437 Rastatt
Telefon: 030 18665-1133
E-Mail: erinnerung@bundesarchiv.de
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
Am Mittwoch, 25. März, zeigt das Revolutionsmuseum im Residenzschloss Rastatt ab 18:00 Uhr den DEFA-Spielfilm „Affaire Blum“ aus dem Jahr 1948.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Robert Adolf Stemmle und behandelt die Geschichte des Magdeburger Justizskandals von 1925/26, bei dem der jüdische Fabrikant Rudolf Haas aufgrund falscher Mordanschuldigungen mehrere Monate in Untersuchungshaft festgehalten wurde. Die DEFA-Produktion thematisiert damit den im Justizsystem des vor-nationalsozialistischen Deutschland tief verwurzelten Antisemitismus.
Der jüdische Fabrikant Jakob Blum (Kurt Erhardt) wird des Mordes an seinem Buchhalter verdächtigt. Grund dafür sind nicht etwa belastenden Beweise gegen Blum, sondern die rassistische und deutschnationale Einstellung des Untersuchungsrichters, der auch dann noch einen Juden als Täter haben will, als die Beweislast für die Täterschaft eines ehemaligen Freikorpskämpfers erdrückend wird. Erst einem vom Gerichtspräsidenten aus Berlin gesandten Kommissar ist es möglich, die rassistischen und antisemitischen Strukturen innerhalb des Gerichts zu durchbrechen und die fehlerhafte Beweiskette des Richters zu zerschlagen.
Das Schlosskino findet begleitend zur Sonderausstellung „Ein Leben für Recht und Republik. Ludwig Marum (1882-1934)“ statt und zeigt historische und moderne Filme, die die in der Sonderausstellung behandelten Zeitabschnitte und ihre Rezeption in der Filmkunst beleuchten.
„Affaire Blum“ (SBZ 1948). Regie: Erich Engel, Besetzung: Hans Christian Blech, Gisela Trowe, Arno Paulsen u.a., 106 Min.
An den Schlosskino-Tagen bleibt die Erinnerungsstätte durchgehend geöffnet, sodass interessierte Besucherinnen und Besucher die Sonderausstellung „Ein Leben für Recht und Republik. Ludwig Marum (1882-1934)“ bis zum Filmbeginn besichtigen können.
Der Eintritt ist frei!
Anmeldung gerne unter erinnerung@bundesarchiv.de oder telefonisch unter 030 18 665-1133.