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Das Hans-Zoschke-Stadion Ende der 70er Jahre, fotografiert von Norden aus

Das Hans-Zoschke-Stadion Ende der 70er Jahre, fotografiert von Norden aus, Quelle: BArch, MfS, VRD, Fo, Nr. 55, Bild 4

Workshop

Verborgen in Lichtenberg? Der DDR-Geheimdienst in der Nachbarschaft.

Bildungszeit in Kooperation mit der Volkshochschule Lichtenberg

Zeit

05. Mai 2026

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Normannenstraße 21a
Haus 7
10365 Berlin
Telefon: 030 2324 - 6699
E-Mail: einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de

Veranstalter

Bildungsteam Stasi-Unterlagen-Archiv
Normannenstr. 20
10365 Berlin
Telefon: 030 18665 6757
E-Mail: bildung.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Kaum ein Bezirk in Berlin ist so eng mit der Geschichte des Kalten Krieges und der Repression der DDR-Geheimpolizei verbunden, wie der Bezirk Lichtenberg. Oft werden mit dem Bezirk zunächst die Stasi-Zentrale am U-Bahnhof Magdalenenstraße oder das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen verbunden.
Doch auch abseits dieser beiden, früher unzugänglichen und heute bei Touristen beliebten, Orte hat das Ministerium für Staatssicherheit im Bezirk seine Spuren hinterlassen. Die Stasi-Unterlagen offenbaren viele konspirative Objekte, darunter sogar eine Stasi-eigene Feuerwehr. Zudem befand sich seit 1985 auch die Bezirksverwaltung der Stasi für ganz Ost-Berlin in Lichtenberg, sie prägt noch heute das Straßenbild in Friedrichsfelde.

Gleichzeitig befanden sich im Bezirk mehrere wichtige Treffpunkte von Personen, die dem DDR-Regime kritisch gegenüber standen, wie die Erlöserkirche in Rummelsburg oder die Glaubenskirche am Roedeliusplatz. Direkt vor den Türen der Stasi-Zentrale gelegen, standen sie im besonderen Fokus der Beobachtung.

Im Rahmen des dreitätigen Kurses spüren die Teilnehmenden Episoden wie diesen aus dem Bezirk nach. Sie sind heute im Bundesarchiv-Stasi-Unterlagen-Archiv gut dokumentiert. Die Bildungszeit bietet damit eine einmalige Gelegenheit, die Geschichte eines Stadtbezirks im Kalten Krieg zu erforschen und den Blick für das historische Erbe im Stadtraum zu schärfen. Neben der Arbeit mit Stasi-Akten bieten Exkursionen zu historischen Orten und Gespräche mit Expertinnen und Experten weitere Perspektiven auf das Thema.

Die Anmeldung erfolgt über die Website der VHS-Lichtenberg.

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