Gedenkbuch

Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945

Gedenkbuch


Das Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933-1945)

Die hier vorliegende Onlineversion des Gedenkbuches, die der Öffentlichkeit seit Dezember 2007 im Internet präsentiert wird, stellt eine sich ständig weiterentwickelnde Fassung der 2006 erschienenen 2. und wesentlich erweiterten Auflage des Gedenkbuches des Bundesarchivs dar. Sie enthält die Namen, persönlichen Daten und Schicksalswege der Personen, die zwischen 1933 und 1945 im Deutschen Reich lebten und aufgrund ihrer wirklichen oder vermeintlichen jüdischen Herkunft oder Religion Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung wurden. Zu den Opfern werden im Gedenkbuch alle Personen gezählt, die eines verfolgungsbedingten Todes starben. Hierunter fallen v.a. Deportationsopfer, aber auch Personen die im Rahmen von Pogromen oder "Euthanasie" ermordet wurden sowie Personen, die durch Suizid starben. Derzeit enthält das Gedenkbuch mehr als 170.000 Namen (bitte beachten Sie hierzu den Hinweis im nachfolgenden Absatz).

Hinweis zur Zahl der Opfer:
Das Gedenkbuch verzeichnet nur Personen, die zwischen 1933 und 1945 Einwohner im Deutschen Reich waren, zugrundgelegt sind dafür die Grenzen von 1937. Dies bedeutet, dass die ermordeten Juden aus den nach 1937 annektierten und besetzten Gebieten - und damit der Großteil der nach aktueller Forschungslage etwa sechs Millionen Opfer des Holocausts - nicht im Gedenkbuch genannt werden. Dieser Aufgabe widmen sich, auch in kontinuierlichem Austausch mit dem Bundesarchiv, weltweit viele Institutionen, namentlich u.a. Yad Vashem, das United States Holocaust Memorial Museum und die Gedenkstätten an den Orten ehemaliger Konzentrationslager.

Mit dem „Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933-1945” stellt sich das Bundesarchiv der aus den ungeheuerlichen Verbrechen des nationalsozialistischen Rassenwahns erwachsenden moralischen Verpflichtung, die Erinnerung an alle jüdischen Opfer der NS-Gewaltherrschaft wach zu halten und an künftige Generationen weiterzugeben:

„Dieses Gedenkbuch gibt den Ermordeten ihren Namen und damit ihre Menschenwürde wieder. Es ist zugleich ein Denkmal und eine Erinnerung daran, dass jedes einzelne Menschenleben einen Namen und eine einzigartige Geschichte hat.“ (Geleitwort von Bundespräsident Horst Köhler zur 2. Auflage des Gedenkbuches)

Den Kern der Onlinepräsentation des Gedenkbuches bildet das Namenverzeichnis, das mittels einer an unterschiedliche Kriterien anzupassenden Suchmaske eine zielsichere Suche nach den betroffenen Personen ermöglicht:

Die Internetnutzer sind aufgerufen, Ergänzungen und Korrekturen zu den Opferdaten des Gedenkbuches an das Bundesarchiv zu senden und so die laufenden Arbeiten daran zu unterstützen. Bitte nutzen Sie dazu entweder die Möglichkeit zur Rückmeldung, die Ihnen bei jedem Einzeleintrag angeboten wird, oder die spezielle Kontaktadresse gedenkbuch@bundesarchiv.de.