1.35 (bru3p): Nr. 549 Besprechung des reparationspolitischen Ausschusses der Reichsregierung am 10. November 1931, 19 Uhr

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[1942] Nr. 549
Besprechung des reparationspolitischen Ausschusses der Reichsregierung am 10. November 1931, 19 Uhr

R 43 I/331, Bl. 63

Anwesend: Brüning, Dietrich, Warmbold; StS Pünder, v. Bülow, Schäffer, Trendelenburg; MinDir. v. Hagenow, Zechlin, Gaus, Ritter, Schwerin v. Krosigk, Reichardt; MinR Berger, Bayrhoffer; RbkPräs. Luther, RbkDir. Vocke; Protokoll: MinR Vogels.

Die Sitzung fand statt im Anschluß an eine Ministerbesprechung über den Stand der reparationspolitischen Fragen.

In dieser Sitzung1 hatte das Reichskabinett seine grundsätzliche Zustimmung zu einem vom Auswärtigen Amt vorgelegten Entwurf eines Memorandums erteilt, welches demnächst an die BIZ und die Gläubigerregierungen gesandt werden soll zu dem Zweck, die Einberufung des Beratenden Sonderausschusses in die Wege zu leiten2.

1

Das Dokument ist auch veröffentlicht in ADAP, Serie B, Bd. XIX, Dok. Nr. 44, Anm. 2.

2

Siehe Dok. Nr. 548.

Staatssekretär Dr. von Bülow verlas den Entwurf dieses Memorandums.

Auf Grund der Aussprache wurde der Wortlaut an verschiedenen Stellen geändert und in dieser abgeänderten Fassung von sämtlichen beteiligten Ressorts gebilligt3.

3

Siehe Anlage zu Dok. Nr. 548.

Das Auswärtige Amt wurde ermächtigt, den Entwurf dem deutschen Botschafter in Paris, Herrn von Hoesch zu übersenden, um ihn mit dem Französischen Ministerpräsidenten zu diskutieren4.

4

In dem Erlaß des StS v. Bülow an Botschafter v. Hoesch vom 10.11.31 ging Bülow von der Zustimmung der frz. Reg. zu dem dt. Memorandum aufgrund der bisher geführten Verhandlungen aus. Die Vorgeschichte seit dem Moratoriumsvorschlag des amerik. Präs. Hoover sollte nach Bülows Worten unterstreichen, „daß die Aktion einen über die Zwecke des Young-Plans hinausgehenden Charakter hat, und daß sie eine von allen Regierungen gewünschte Fortsetzung der internationalen Aktionen dieses Sommers darstellt. Das ist auch für unsere öffentliche Meinung von größter Bedeutung“ (R 43 I/331, Bl. 54–56, Zitat Bl. 55). Zum Fortgang der Verhandlungen siehe Dok. Nr. 553.

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