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Abgabe von Belegexemplaren aus der Filmförderung

Technische Hinweise, Formulare und Adressen

Filmförderungsgesetze und -richtlinien der Bundesrepublik Deutschland und einiger Bundesländer sehen die Übergabe einer Archivkopie des geförderten Films an das Bundesarchiv vor. Die digitalen Archivkopien werden im Bundesarchiv auf eigenen, nur intern zugänglichen Serversystemen redundant gespeichert. Eine Nutzung der Filme unterliegt den Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes und des Urheberrechts.

Leitfaden zur Übergabe einer Belegkopie

Stand: 16.02.2021 (Aktualisierung der Begleitformulare und der Handreichung zur BagIt-Struktur);
März 2021 (Informationsblatt zur Abgabe einer Belegkopie zu Ihrem geförderten Film an das Bundesarchiv)

1.) Format

Bitte beachten Sie, dass die im Folgenden aufgeführten Filmformate nicht als komprimierte Daten (z. B. TAR, ZIP oder vergleichbare Kompressionsverfahren) eingereicht werden dürfen.

Ihre Belegexemplare nehmen wir in folgenden Formaten entgegen:

A) Kino

Digitale Neuproduktion und Digitalisierung von analogem Filmmaterial:

  • DCDM. (Zusätzlich gern ein unverschlüsseltes DCP. Bei der zusätzlichen Abgabe eines DCP ist bitte ein Validierungsbericht (validation report) mitzuliefern. Fehlt dieser, kann das DCP nicht angenommen werden.)

B) Fernsehen und Internet (z.B. SVOD):

Bei HD-Produktionen:

  • MXF-File (XDCAM HD 422 50MBit/s, MXF OP 1a)

Bei SD-Produktionen:

  • MXF-File (IMX D10 50Mbit/s, MXF OP 1a)

Referenzfilmförderung:

Ist Ihr Film ohne Förderung entstanden, freuen wir uns über eine E-Mail mit dem Filmtitel.

2.) Barrierefreie Fassung

Ob eine barrierefreie Fassung zu Ihrem Film erstellt (und eingelagert) werden muss, ist in Ihrem Fördervertrag festgelegt bzw. kann mit Ihrer Fördereinrichtung abgestimmt werden.
Die barrierefreien Elemente (Audiodeskription im WAV-Format und geräuschbeschreibende Untertitel im XML-Format) müssen frei zuschaltbar sein.

3.) BagIt-Format und Validierungsbericht

Die Dateien sind gemäß dem BagIt-Format auf dem Datenträger zu strukturieren und mit Prüfsummen zu versehen. Die Prüfsumme dient bei der Speicherung der Daten zu Ihrem Film als Qualitätskriterium für die ordnungsgemäße Datensicherung. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass nach dem Erstellen des Bags keine Dateien mehr gelöscht, hinzugefügt, umbenannt oder bearbeitet werden dürfen! Andernfalls wird das Bag invalide (Prüfsumme unkorrekt) und kann nicht weiter verarbeitet werden. Eine Sicherung durch das Bundesarchiv wäre somit nicht möglich. Bei einer Serie ist für jede Folge ein eigenes Bag zu erstellen. Die Erzeugung der Bag-Struktur kann mit jeder BagIt-kompatiblen Software durchgeführt werden.

4.) Datenträger

  • externe USB-Festplatte oder USB-Stick (Formatierung Windows NTFS). Falls erforderlich, senden Sie bitte die entsprechenden Kabel oder Adapter für den Anschluss der Festplatten mit.

5.) Begleitformular (in der Fassung vom 16.02.2021)

Mit der Bearbeitung Ihres Films können wir erst nach Eingang des vollständig ausgefüllten Begleitformulars beginnen! Ein beschreibbares PDF ist verfügbar.

6.) Eingangsbestätigung

Nach der erfolgreichen technischen Plausibilitätsprüfung Ihres Belegexemplars versenden wir die Eingangsbestätigung in der Regel innerhalb von vier Wochen unaufgefordert an Ihre im Begleitformular angegebene E-Mail-Adresse.

7.) Transfer auf das bundesarchivinterne Speichersystem

Im Anschluss an die Ausstellung der Eingangsbestätigung transferieren wir Ihren Film auf den internen Speicher und senden Ihnen den Datenträger unfrei per TNT i.d.R. innerhalb einiger Monate zurück.
Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass das Bundesarchiv lediglich eine technische Prüfung auf Plausibilität der übergebenen Daten durchführt und diese in einem Langzeitspeicher sichert. Die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit der übergebenen Daten liegt in der Verantwortung des Abgebers.

Die wesentlichen rechtlichen Grundlagen zur Übernahme von Belegkopien geförderter Filme bilden das Bundesarchivgesetz und das Filmförderungsgesetz. Weitere rechtliche Regelungen finden Sie auf den Internetauftritten der Länderförderungen.