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Tag der Deutschen Einheit 2022

Tag der offenen Tür im Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Erfurt

Kalender 01.10.2022 11:00 Uhr – 03.10.2022 19:00 Uhr

Standort Erfurt

Ost- und West-Berliner klettern auf die Mauer am Brandenburger Tor

Unter dem Motto "zusammen wachsen“ findet in Erfurt das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit 2022 statt. Aus diesem Anlass bietet das Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Erfurt vom 1. bis 3. Oktober von 10:00 bis 19:00 Uhr ein vielfältiges Programm zu Facetten deutsch-deutscher Geschichte an.

Was hat der Großvater im Krieg erlebt? Warum sind 111 km Stasi-Akten erhalten geblieben? Wie verlief der Weg zur deutschen Wiedervereinigung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Sie in Führungen, Vorträgen und Zeitzeugengesprächen. Das Bundesarchiv stellt sich mit seiner Überlieferung, seinen Aufgaben und Werten vor.

Drei Tage der offenen Tür: Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Veranstaltungsort:
Bundesarchiv Stasi-Unterlagen-Archiv Erfurt
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt

Die Veranstaltungsräume befinden sich im 2.OG (Lesesaal, Informations- und Dokumentationszentrum).


Programm

Samstag, 1. Oktober 2022

11:00 Uhr - Lesesaal
Film
Geschichte und Erinnerung – Das Bundesarchiv

11:30 und 14.30 Uhr
Archivführung
Auf den Spuren der Staatssicherheit
Treffpunkt 2.OG, rechts

12:00 Uhr - Informations- und Dokumentationszentrum
szenische Lesung
Gardinenkrieg mit der Stasi - Eine Familie kämpft um ihre Ausreise
Ein Ehepaar aus Mühlhausen stellte in den 1980er Jahren mehrere Ausreiseanträge, die stets abgelehnt wurden. Aus Protest löste es die Wohnung auf und beklebte die Fenster mit Papier. Das MfS startete den "OPK Sonne" und löste einen Gardinenkrieg damit aus.
Andreas Bogoslawski / Thilo Günther (Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Erfurt)

13:00 Uhr - Lesesaal
Vortrag
Zwischen Schicksalsklärung und Familiengeschichte.
Die Abteilung "Personenbezogene Auskünfte zum Ersten und Zweiten Weltkrieg"
Das Bundesarchiv geht jeden an - das unterstreichen in besonderem Maße die 75 Kilometer Schriftgut und Karteien, die die Abteilung PA in Berlin-Tegel verwahrt. Vor allem für Familien, die mehr über den Einsatz ihrer Angehörigen im Zweiten Weltkrieg erfahren möchten, führt an diesen Unterlagen kein Weg vorbei. Der Vortrag informiert Sie über die Bestände der Abteilung und die Recherchemöglichkeiten.
Dr. Gunnar Wendt (Bundesarchiv, PA)

14:00 Uhr - Informations- und Dokumentationszentrum
Vortrag
Ein Archiv des Alltags: Die Staatliche Filmdokumentation der DDR
Einblick in eine einzigartige Überlieferung: von 1970 bis 1986 hielt die staatliche Filmdokumentation der DDR Alltags, - Wohn- und Arbeitsverhältnisse in der DDR filmisch fest. Für spätere Generationen gedacht und allein zu Archivzwecken hergestellt, blieben die Filme frei von politischen Vorgaben.
Jan Wetzel (Bundesarchiv, Filmarchiv)

15:00 Uhr - Lesesaal
Vortrag
Wiedervereinigung Facetten deutsch-deutscher Geschichte in Bildern
Im Bundesarchiv liegen zahlreiche Bildquellen zur deutsch-deutschen Geschichte vor. Besonders die Bildbestände der DDR-Bildagentur ADN und des Bundespresseamts laden dazu ein, Stationen zur Wiedervereinigung von 1949 bis 1989 zu erkunden. Neben Blickwinkeln auf das politische Geschehen wird außerdem die Vielfalt der fotografischen Überlieferung zur DDR-Geschichte vorgestellt.
Jasmin Brötz (Bundesarchiv, Filmarchiv)

16:00 Uhr - Informations- und Dokumentationszentrum
Vortrag
Open Memory Box: Private Filmaufnahmen aus der DDR
Das Projekt „Open Memory Box“, 2013 gegründet vom kanadischen Politikwissenschaftler Prof. Laurence McFalls und dem schwedischen Dokumentarfilmer Alberto Herskovits, ist die weltweit größte digitalisierte Sammlung von privaten Schmalfilmen aus der DDR – kein Archiv im klassischen Sinne, sondern digital, dynamisch und jederzeit zugänglich.
Undine Beier (Bundesarchiv, Filmarchiv)

Sonntag, 2. Oktober 2022

11:00 Uhr - Lesesaal
Film
Geschichte und Erinnerung – Das Bundesarchiv

11:30 Uhr und 14:30 Uhr
Archivführung
Auf den Spuren der Staatssicherheit
Treffpunkt 2.OG, rechts

12:00 Uhr - Informations- und Dokumentationszentrum
Vortrag
Zwischen Schicksalsklärung und Familiengeschichte. Die Abteilung "Personenbezogene Auskünfte zum Ersten und Zweiten Weltkrieg"
Das Bundesarchiv geht jeden an - das unterstreichen in besonderem Maße die 75 Kilometer Schriftgut und Karteien, die die Abteilung PA in Berlin-Tegel verwahrt. Vor allem für Familien, die mehr über den Einsatz ihrer Angehörigen im Zweiten Weltkrieg erfahren möchten, führt an diesen Unterlagen kein Weg vorbei. Der Vortrag informiert Sie über die Bestände der Abteilung und die Recherchemöglichkeiten.
Dr. Gunnar Wendt (Bundesarchiv, PA)

13:00 Uhr - Lesesaal
Vortrag
Filmarchiv - Von Gestern zum Morgen
Geprägt von Entstehung und Zerstörung bis hin zur Wiedervereinigung und Standortwandel über die Jahrzehnte, spiegelt die Sammlung des Filmbestandes im Bundesarchiv die Geschichte des Landes wieder – ein Filmerbe, das es auch für nachfolgende Generationen zu bewahren gilt.
Daniela Tamm (Bundesarchiv, Filmarchiv)

14:00 Uhr - Informations- und Dokumentationszentrum
Vortrag
Wiedervereinigung - Facetten deutsch-deutscher Geschichte in Bildern
Im Bundesarchiv liegen zahlreiche Bildquellen zur deutsch-deutschen Geschichte vor. Besonders die Bildbestände der DDR-Bildagentur ADN und des Bundespresseamts laden dazu ein, Stationen zur Wiedervereinigung von 1949 bis 1989 zu erkunden. Neben Blickwinkelnauf das politische Geschehen wird außerdem die Vielfalt der fotografischen Überlieferung zur DDR-Geschichte vorgestellt.
Jasmin Brötz (Bundesarchiv, Bildarchiv)

15:00 Uhr - Lesesaal
Vortrag
Open Memory Box: Private Filmaufnahmen aus der DDR
Das Projekt „Open Memory Box“, 2013 gegründet vom kanadischen Politikwissenschaftler Prof. Laurence McFalls und dem schwedischen Dokumentarfilmer Alberto Herskovits, ist die weltweit größte digitalisierte Sammlung von privaten Schmalfilmen aus der DDR – kein Archiv im klassischen Sinne, sondern digital, dynamisch und jederzeit zugänglich.
Undine Beier (Bundesarchiv, Filmarchiv)

16:00 Uhr - Informations- und Dokumentationszentrum
Zeitzeugengespräch
Frauen der Stasi-Besetzung in Erfurt
Den Anfang machten ein paar entschlossene Frauen: Als sie am Morgen des 4. Dezember 1989 hören, dass schwarzer Rauch aufsteigt über der Stasi-Zentrale in Erfurt, steht für sie fest: das muss verhindert werden. Was folgt, ist die DDR-weit erste Besetzung einer Bezirksverwaltung der Staatssicherheit und der Beginn der Selbstermächtigung über die Stasi-Akten. Über ihre vielfältigen Erfahrungen sprechen Gabriele Stötzer und Tely Büchner. Moderation: Hanno Müller (Journalist)

Montag, 3. Oktober 2022

11:00 Uhr - Lesesaal
Vortrag
Willy Brandt und die Stasi
Die Staatssicherheit entwickelte umfangreiche Aktivitäten im Umfeld des SPD-Politikers. Jenseits der prominenten „Affäre Guillaume“ blieb das Verhältnis des DDR-Geheimdienstes zu Willy Brandt jedoch zwiespältig und spiegelte den Lauf seiner politischen Karriere vom „Kalten Krieger“ zum Entspannungspolitiker.
Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv)

11:30 und 14:30 Uhr
Archivführung
Auf den Spuren der Staatssicherheit
Treffpunkt 2.OG, rechts

12:00 Uhr - Informations- und Dokumentationszentrum
Vortrag
Zwischen Schicksalsklärung und Familiengeschichte. Die Abteilung PA "Personenbezogene Auskünfte zum Ersten und Zweiten Weltkrieg"
Das Bundesarchiv geht jeden an - das unterstreichen in besonderem Maße die 75 Kilometer Schriftgut und Karteien, die die Abteilung PA in Berlin-Tegel verwahrt. Vor allem für Familien, die mehr über den Einsatz ihrer Angehörigen im Zweiten Weltkrieg erfahren möchten, führt an diesen Unterlagen kein Weg vorbei. Der Vortrag informiert Sie über die Bestände der Abteilung und die Recherchemöglichkeiten.
Dr. Gunnar Wendt (Bundesarchiv, PA)

13:00 Uhr - Lesesaal
szenische Lesung
Gardinenkrieg mit der Stasi - Eine Familie kämpft um ihre Ausreise
Ein Ehepaar aus Mühlhausen stellte in den 1980er Jahren mehrere Ausreiseanträge, die stets abgelehnt wurden. Aus Protest löste es die Wohnung auf und beklebte die Fenster mit Papier. Das MfS startete den "OPK Sonne" und löste einen Gardinenkrieg damit aus.
Andreas Bogoslawski / Thilo Günther (Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Erfurt)

14:00 Uhr - Informations- und Dokumentationszentrum
Vortrag
Wiedergutgemacht? Aufarbeitung von NS-Unrecht und die Rolle der Archive
Das Themenportal „Wiedergutmachung“ wurde vom Bundesministerium der Finanzen als Folgeaufgabe der Wiedergutmachung initiiert. Es führt erstmals Informationen zu den einschlägigen Aktenbeständen des Bundes, der Länder und perspektivisch weiterer Stellen zusammen und macht das umfangreiche Dokumentenerbe attraktiv für Hinterbliebene wie Forschende.
Jörn Petrick (Bundesarchiv, Grundsatz und Wissenschaft)

15:00 Uhr - Lesesaal
Vortrag
Der Mauerbau im Blick der Stasi. Die geheimen Berichte an die SED-Führung 1961
Die „Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe“ (ZAIG) des Ministeriums für Staatsicherheit lieferte geheime Berichte an die Partei- und Staatsführung der DDR – eine besondere zeithistorische Quelle, die einen spezifischen Blick des MfS auf den Mauerbau 1961 offenbart und u.a. über "Republikflucht", Arbeitsniederlegungen, oppositionelle Verhaltensweisen sowie Missstimmungen in der Bevölkerung berichtet.
Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv)

16:00 Uhr - Lesesaal
Abschlussdiskussion
70 Jahre Bundesarchiv - 30 Jahre Einsicht in die Stasi-Unterlagen
Anlässlich des Jubiläumsjahres „70 Jahre Bundesarchiv – 30 Jahre Einsicht in die Stasi-Unterlagen“ sprechen Dr. Andrea Hänger, Alexandra Titze (Vizepräsidentinnen des Bundesarchivs) und Dirk Adams (Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz des Landes Thüringen) über die Sicherung, Archivierung und Öffnung der Stasi-Akten. Es geht auch um die Herausforderungen im Bundesarchiv, nach dem Mauerfall die Masse an Unterlagen ehemaliger DDR-Ministerien zu übernehmen und die heutige Rolle des Archivs als Gedächtnis der Gesellschaft.
Moderation: Hanno Müller (Journalist)

Ganztägige Angebote

Informations- und Beratungsangebote am Infostand u.a.

- Einsicht in Stasi-Unterlagen
- Schreibwerkstatt
- Ausstellungen ("Die Stasi", "Willy Brandt in Erfurt", "Herbst '89: Proteste und Paraden in der DDR")