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Farbschema aus der Ausstellung „Echos der Geschichte, Rufe der Erinnerung“

Farbschema aus der Ausstellung „Echos der Geschichte, Rufe der Erinnerung“ , Quelle: National 228 Memorial Museum, Taiwan

Echos der Geschichte, Rufe der Erinnerung

Ausstellung zum Zwischenfall vom 28. Februar 1947 in Taiwan

Zeit

-
  • Montag: 10:00 - 18:00 Uhr
  • Dienstag: 10:00 - 18:00 Uhr
  • Mittwoch: 10:00 - 18:00 Uhr
  • Donnerstag: 10:00 - 18:00 Uhr
  • Freitag: 10:00 - 18:00 Uhr
  • Samstag: 11:00 - 18:00 Uhr
  • Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr
Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Normannenstraße 21a
"Haus 22"
10365 Berlin
Telefon: 030 18 665-6770
E-Mail: campus@bundesarchiv.de

Veranstalter

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin-Lichtenberg
Frankfurter Allee 204
10365 Berlin
Telefon: 030 18665-0
E-Mail: post.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

Heute ist der Inselstaat Taiwan eine junge Demokratie, die ihr Selbstverständnis gerade auch aus der Abgrenzung zum kommunistischen Einparteiensystem Chinas schöpft.

Doch die Wurzeln des modernen Demokratie- und Nationalbewusstseins Taiwans reichen bis in die Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. 1945 besetzte die in einen erbitterten Bürgerkrieg mit den chinesischen Kommunisten verwickelte national-chinesische Kuomintang die Insel, die seit dem 19. Jahrhundert eine Kolonie Japans gewesen war. Doch gegen das autoritäre Regime der Kuomintang und die anhaltende Unterdrückung der taiwanischen Bevölkerung regte sich bald Widerstand. Am 28. Februar 1947 begann ein landesweiter Aufstand, dessen brutale Unterdrückung durch die Kuomintang bis zu 11000 Menschen das Leben kostete. Viele der Ermordeten verschwanden spurlos. Die Erinnerung an den Aufstand und die Ermordeten wurde von der Regierung unterdrückt.

Doch gerade aufgrund der Tabuisierung wurde der sogenannte „Zwischenfall vom 28. Februar“ zu einem Fokus der taiwanischen Identität. Exilierte hielten die Erinnerung wach. Im Zuge der erstarkenden taiwanischen Demokratiebewegung in den 1980er Jahre begann auch die Zivilgesellschaft in Taiwan selber, den „Zwischenfall“ aufzuarbeiten. Seit 1995 ist der 28. Februar in Taiwan als der „Tag des Friedens“ ein offizieller Feiertag. Doch die Aufarbeitung des Aufstands ist noch lange nicht abgeschlossen und immer noch umstritten. 

Die vom Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv präsentierte Ausstellung „Echos der Geschichte, Rufe der Erinnerung: Ausstellung zum Zwischenfall vom 28. Februar 1947 in Taiwan“ ist eine Leihgabe des taiwanesischen National 228 Memorial Museums, das sich der Erinnerung und Aufarbeitung des blutig niedergeschlagenen Aufstands widmet.

Die Ausstellung ist vom 05.05.bis 30.05.2026 im "Haus 22" des Stasi-Unterlagen-Archivs in Berlin-Lichtenberg in der Ruschestraße 103 zu besichtigen. Das Gebäude ist nicht barrierefrei!

Vernissage am 11.05.2026 um 18.30 Uhr:

Programm:

Begrüßung: Dr. Juliane Haubold-Stolle
Grußworte: Alexandra Titze (Vizepräsidentin Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv), Sophie-Caroline Zillessen (Deutsch-Taiwanische Gesellschaft e.V.)
Digitales Grußwort: Lan Shih-po, geschäftsführender Direktor der Memorial Foundation of 228 und Direktor des National 228 Memorial Museum

Fachvorträge (je ca. 15 Minuten)

  • „Was ist da passiert? Der 28. Februar 1947 im historischen Kontext“, Frédéric Krumbein (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin; Beiratsmitglied der Deutsch-Taiwanischen Gesellschaft):
  • „Die Bedeutung des "228-Zwischenfalls" für die Demokratiebewegung in Taiwan“, Pey-Fen Fuh (Frankfurt am Main, Vorsitzende des Taiwan-Vereins Mitteldeutschland) 

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