Wie kann ich mir die Arbeit in Ihrem IT- Referat vorstellen?
Wir sind zuständig für den IT-Betrieb im gesamten Bundesarchiv, das täglich mit immensen Mengen an Daten operiert. Wir sorgen dafür, die notwendige zentrale IT-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören beispielsweise das digitale Magazin und die Speicher- und Netzwerkinfrastruktur, über die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Daten zugreifen.
Der Großteil der Daten auf unseren Servern ist digitalisiertes Archivgut. Dieses wird als Masterfile und bei entsprechender Rechtelage separat als Ansichtsexemplar gespeichert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, beispielsweise über unsere Online-Angebote invenio oder Digitaler Lesesaal.
Welche Herausforderungen stellen sich bei der Digitalisierung?
Eine große Herausforderung ist die immense Menge an Daten, die jährlich neu ins digitale Magazin fließen – etwa vier bis fünf Petabyte pro Jahr [ein Petabyte entspricht 1.024 Terabyte, Anm. d. Red.], ein großer Teil davon Filme. Diese riesigen Datenmengen erfordern leistungsfähige Server- und Speichersysteme und Netzwerkkomponenten. Wir nutzen dafür Magnetbänder und sogenannte LTO-Laufwerke. Diese sind vergleichsweise kostengünstig und stromsparend.
Muss ich mir Sorgen machen, dass die gespeicherten Daten irgendwann nicht mehr zugänglich sind?
Wir stellen sicher, dass die Daten langfristig zugänglich bleiben, indem wir regelmäßig auf neue Generationen von Speichermedien umsteigen und Daten übertragen. Diese Technologiewechsel sind nötig, um die Daten weiterhin lesen zu können. Zudem erneuern wir die Systeme, die wir verwenden, nach sieben, acht Jahren, da es dann oft keinen Support und keine Ersatzteile mehr gibt.
Wir sind insgesamt sehr gut aufgestellt und stehen auch im Austausch mit anderen internationalen Archiven wie dem Schweizer Bundesarchiv. Was uns im Vergleich zu anderen aber unterscheidet, ist die schiere Menge an Daten – bei anderen Archiven ist da meist von ein paar Terabyte die Rede, wir arbeiten mit Petabyte an Daten. Wir sind schon so etwas wie ein Vorreiter in dem, was wir tun – und bei den Datenmengen, die wir verarbeiten.