EMAS – Umweltmanagement mit System
EMAS (Eco Management and Audit Scheme) ist ein europaweit anerkanntes Umweltmanagementsystem. Es unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, ihre Umweltleistung systematisch zu verbessern. Es ermöglicht:
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Umweltauswirkungen zu erfassen
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Maßnahmen zur Reduktion zu definieren
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Die Umsetzung der Maßnahmen transparent zu dokumentieren
Der Nutzen von EMAS liegt neben dem Umweltschutz in der Optimierung von Ressourceneinsatz, der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und in einem klar erkennbaren Engagement für Nachhaltigkeit.
Das Bundesarchiv startete die Einführung von EMAS mit einem Pilotprojekt am Standort Frankfurt (Oder) und führt EMAS darauf aufbauend schrittweise an allen weiteren Standorten ein. Die Erfahrungen des ersten Standorts werden dabei genutzt, um Prozesse zu optimieren und EMAS so schnellstmöglich an allen weiteren Standorten auszurollen. Dies sichert eine nachhaltige und effiziente Implementierung des Umweltmanagementsystems unter Berücksichtigung spezifischer Anforderungen vor Ort.
Das Pilotprojekt am Standort Frankfurt (Oder) hat im November 2025 erfolgreich die erste EMAS-Zertifizierung im Bundesarchiv erhalten: ein Meilenstein auf dem Weg zu einem umfassenden und effektiven Umweltmanagementsystem im gesamten Bundesarchiv.
Das Umwelt-Leitbild des Bundesarchivs
Mit dem Leitbild zum Umweltmanagement verpflichtet sich das Bundesarchiv auf die Umweltziele, den Klimaschutz, den sorgsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die größtmögliche Verringerung von Emissionen. Das Leitbild ist für alle Beschäftigten verbindlich und bildet die Grundlage für ein nachhaltiges Verwaltungshandeln.
Das Bundesarchiv will konkrete Maßnahmen ergreifen, die zu einer größtmöglichen Vermeidung, Verringerung oder Beseitigung von Umweltbelastungen führen. Hierfür müssen die Verbräuche von Ressourcen und Emissionen dokumentiert, analysiert und visualisiert werden. Das hierfür einzurichtende Umweltmanagementsystem (Eco Management and Audit Scheme - EMAS) wird eingeführt und kontinuierlich verbessert.
Die Aufgabenerfüllung aus dem Bundesarchivgesetz (BArchG) und dem Stasi-Unterlagengesetz (StUG) darf nicht beeinträchtigt werden. Unterschiedliche Interessen in Bezug auf den Ressourcenverbrauch müssen in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden.
Um den globalen Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, bedarf es eines kulturellen Wandels, innovativer Ideen und Wertvorstellungen. Das Bundesarchiv will hieran in dem Bewusstsein mitwirken, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft ist.
Dieses Leitbild steckt den Handlungsrahmen für das Umweltmanagementsystem nach EMAS ab, das als dauerhaftes Instrument zur Erfüllung der umweltbezogenen bindenden Verpflichtungen und zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung eingeführt wurde.
Umwelterklärung: Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Umweltleistungen
Ein zentraler Bestandteil des EMAS-Systems ist die Umwelterklärung. Sie dient der transparenten Dokumentation und Kommunikation der umweltbezogenen Leistungen einer Organisation. Sie ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch ein wichtiges Instrument, um interessierten Parteien, Beschäftigten und der Öffentlichkeit die erzielten Fortschritte, Umweltziele und Maßnahmen nachvollziehbar darzustellen.
In der Umwelterklärung werden insbesondere folgende Inhalte dargestellt:
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Eine klare Beschreibung der Organisation einschließlich ihrer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen
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Die Umweltpolitik sowie die wesentlichen Grundsätze des Umweltmanagementsystems
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Eine Darstellung der wesentlichen direkten und indirekten Umweltaspekte und deren Auswirkungen
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Die Umweltziele sowie Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung
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Die Erfüllung relevanter gesetzlicher Vorgaben und Umweltstandards
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Eine Zusammenfassung der bisherigen Umweltleistungen und künftigen Herausforderungen
Die Umwelterklärung des Bundesarchivs wird regelmäßig erstellt, von einem unabhängigen Umweltgutachter geprüft und öffentlich zugänglich gemacht. Damit schafft sie eine vertrauensvolle Grundlage für den offenen Dialog über den Umweltbeitrag des Bundesarchivs und fördert nachhaltiges Handeln in allen Bereichen.
Kontaktinformationen des Nachhaltigkeitsbeauftragten im Bundesarchiv
Christian Michael Seel
Frankfurter Allee 204
10365 Berlin
Telefon: 030 18665 7740
E-Mail: nhb@bundesarchiv.de