Stand: Dezember 2021
Umfang: 44 lfm
Laufzeit: 1963 - 1989
Erschließungsstand: 100 %
Allgemeine Informationen
- Kontrolle und Überwachung von Funknetzen und Nachrichtenverbindungen der NATO-Staaten und anderer nichtsozialistischer Länder zur Analysierung der Funklage in Westeuropa, in den USA und in potentiellen Krisengebieten- Kontrolle und Überwachung des UKW- und Kurzwellenbereiches auf dem Territorium der DDR zur Gewährleistung der Funkhoheit der DDR (Feststellung und Lokalisierung nicht genehmigter Funkaussendungen)
- Erkennung von Lücken und Schwachstellen in den Funk- und Nachrichtenverbindungen der NATO und anderer interessierender Staaten
- Gewährleistung von Sicherheit und Geheimhaltung in den Nachrichtenverbindungen der DDR einschließlich der Abwehr elektronischer Angriffe von Geheimdiensten gegen Nachrichtenverbindungen der DDR
Enthält u. a.
- Funkaufklärung Richtung Berlin (West) (u. a. regierende Bürgermeister, Grenzkontrollstelle Dreilinden, Polizei, Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt Wiesbaden, Mobiles Einsatzkommando (MEK), Wirtschaftsvertreter)- Funkaufklärung zu Vorkommnissen sowie Absprachen in Folge der politischen Wende
- "Zielkontrollaufträge" zur Telefonüberwachung westdeutscher und Westberliner Politiker, Polizeiangehöriger, Angehöriger des Grenzzolldienstes, Unternehmer u. a.
- Telefonüberwachung übergesiedelter ehemaliger DDR-Bürger
- Überprüfung westdeutscher und Westberliner Bürger (Beschäftigte des Berliner Senats und der Polizei, Schiffsführer) u. a. mit Zielsetzung der inoffiziellen Zusammenarbeit
- Absicherung des Amateurfunks
- Überprüfung, Aufklärung und Beobachtung von Personen aus dem Verantwortungsbereich
- Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM)
- Arbeitsorganisation und Dienstdurchführung
- Partei- und FDJ-Arbeit, u. a. Kampfprogramme
Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes
Die Unterlagen waren in Bündeln, teilweise in Loser-Blattablage oder formiert überliefert. Es erfolgte eine Vorordnung nach kurrenten registrierten Vorgängen und nicht eindeutig zuzuordnenden Unterlagen.Die kurrenten registrierten Vorgänge sind personenbezogen zugängig. Im Jahr 1994 erfolgte die Grobsichtung und Protokollierung der unerschlossenen Bündel. Diese wurden in Folge sukzessiv erschlossen.
Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- personenbezogene MfS-Karteien