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Kreisdienststelle Oranienburg

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Stand: Dezember 2021
Umfang: 166 lfm
Laufzeit: 1956 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Allgemeine Informationen

Die Kreisdienststellen (KD) hatten die Aufgabe, die "staatliche Sicherheit" in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.

Enthält u. a.

- Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM)
- Personalgewinnung
- Militärische Nachwuchsgewinnung
- Operativgeldabrechnung
- Parteiinformation an SED-Kreisleitung
- Aufklärung, Beobachtung und Überprüfung von Personen, Objekten, Einrichtungen, Betrieben, Organisationen
- Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen
- Enteignung der Firma Auer AG Oranienburg
- VEB Stahl- und Walzwerk "Wilhelm Florin" Hennigsdorf
- VEB Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke "Hans Beimler" Hennigsdorf
- VEB Kaltwalzwerk Oranienburg
- VEB Transformatoren- und Röntgenwerk Hohen Neuendorf
- Evangelische Kirche
- Katholische Kirche
- Zeugen Jehovas
- Jugendliche Oppositionsgruppen
- Anonyme Briefe an in- und ausländische Repräsentanten der staatlichen und kommunalen Organe, Dienstleister usw. verschiedene Missstände betreffend
- Gezielte Bearbeitung jugendlicher Personenkreise durch die Arbeitsgruppe "Jugendkriminalität"
- Politische und rassistische Hetze
- Spektakuläre Republikfluchten
- Grenzsicherung
- Sicherung von militärischen Objekten der Nationalen Volksarmee (NVA)
- Militärverbindungsmission (MVM)
- Militärspionage des Bundesnachrichtendienstes (BND)
- Umweltverschmutzung im Kreisgebiet
- Jagdwesen
- Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG)

Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes

Die Unterlagen waren als formierte Akten und in gebündelter Loseblattablage überliefert. Zunächst erfolgte eine Ordnung in die Gruppen registrierte Akten (IM, GMS, OV, OPK) und noch zu erschließendes Material. Die registrierten Akten und die Zentrale Materialablage (ZMA) sind personenbezogen nutzbar.

Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- numerische Findkartei
- Schlagwortkartei
- Decknamenkartei
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)

Besonderheiten

keine