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Kreisdienststelle Potsdam

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Stand: Dezember 2021
Umfang: 46 lfm
Laufzeit: 1958 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Allgemeine Informationen

Die Kreisdienststellen (KD) hatten die Aufgabe, die "staatliche Sicherheit" in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.

Enthält u. a.

- Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM)
- Personalgewinnung für die Kreisdienststelle
- Aufklärung, Beobachtung und Überprüfung von Personen, Objekten, Einrichtungen, Betrieben, Organisationen
- Sicherung der Bereiche Kirche, Gesundheitswesen, Kunst und Kultur, Jugend und Bildung
- Beobachtung von Homosexuellen
- Oppositionsgruppen
- Hans-Otto-Theater
- Jugendklubs
- Städtepartnerschaft Potsdam – Bonn
- Vorkommnisse in der Untersuchungshaftanstalt des Volkspolizeikreisamtes (VPKA) Potsdam
- Verkehrsgruppe Transit des VPKA Potsdam
- Wehrkreiskommando Potsdam
- Sicherung von Betrieben auf der Linie XVIII (Wirtschaft)

Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes

Die registrierten Vorgänge (IM, GMS, OV, OPK) wurden 1992 durch die Schaffung einer alphabetischen Decknamenkartei zugänglich gemacht. Dabei wurde festgestellt, dass häufig der Teil I (Personenakte) der IM-Vorgänge fehlt.
Außerdem sind von ca. 50.000 in der Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei (VSH) nachgewiesenen Akten der Zentralen Materialablage (ZMA) nur ca. 200 Akten überliefert. Die Erfassung der sachbezogenen Unterlagen erfolgte in erweiterter Verzeichnung.

Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- numerische Findkartei
- Decknamenkartei
- Schlagwortkartei
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)

Besonderheiten

keine