Stand: Dezember 2021
Umfang: 58 lfm
Laufzeit: 1955 - 1989
Erschließungsstand: 100 %
Allgemeine Informationen
Die Kreisdienststellen (KD) hatten die Aufgabe, die "staatliche Sicherheit" in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.Enthält u. a.
- Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) sowie mit Offizieren im besonderen Einsatz (OibE) auf der Linie VII- Sicherung des IM-Netzes der Inoffiziellen Mitarbeiter Kriminalpolizei (IMK) und Treffquartiere (TQ)
- Aufklärung von Mitarbeitern des Kommissariats der Abteilung Kriminalpolizei des Volkspolizeikreisamtes sowie von IMK
- Operativgeldabrechnung
- Personalgewinnung für die Kreisdienststelle
- Aufklärung, Beobachtung und Überprüfung von Personen, Objekten, Einrichtungen, Betrieben, Organisationen
- Sicherung von Freizeitobjekten für Repräsentanten des Staates
- Politische Wende
Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes
Die Unterlagen waren als formierte Akten und in gebündelter Loseblattablage überliefert. Die registrierten Akten (IM, GMS, OV, OPK) und die Zentrale Materialablage (ZMA) sind personenbezogen nutzbar. Auf der Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei (VSH) sind Ablagenummern mit alphanummerischen Angaben aufgetragen, die jedoch keine Gültigkeit haben. Diese sind durch neue Ablagenummern ersetzt worden.Es ist davon auszugehen, dass in der Zeit der politischen Wende Akten vernichtet worden sind. Zum Beispiel ist die Ziffernfolge der überlieferten, nummerisch abgelegten Akten der ZMA sehr lückenhaft.
Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- Decknamenkartei
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)