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Bild Bundesarchiv Berlin-Tegel, Abteilung PA

Außenansicht des Gebäudes Am Borsigturm 130, Sitz der Abteilung PA des Bundesarchivs, Quelle: Bundesarchiv, Fotograf: Placek

Berlin-Tegel

Zum 1. Januar 2019 übernahm das Bundesarchiv die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Aufgaben und Bestände der aufgelösten Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht.

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Seit dem 1. September 2025 ist die Abteilung Deutsches Reich am Standort Berlin-Tegel für alle personenbezogenen Anfragen und Auskünfte zu Militärangehörigen bis 1945 zuständig. Sie hat damit die Zuständigkeit von der Abteilung Militärarchiv am Standort Freiburg übernommen. Für Fragen zur Benutzung der entsprechenden Bestände wenden Sie sich daher bitte an die Abteilung Deutsches Reich.

Ab März 2026 werden die personenbezogenen Bestände aus dem Zeitraum bis 1945 von Freiburg nach Berlin-Tegel verlagert. Das Bundesarchiv ist bemüht, die mit der Verlagerung der Bestände nach Berlin-Tegel verbundenen Benutzungseinschränkungen so gering wie möglich zu halten.

Von der Verlagerung sind die nachfolgenden Bestände betroffen:

  • PERS 6 Personalunterlagen von Angehörigen der Reichswehr und Wehrmacht
  • PERS 7 Personalunterlagen von Angehörigen der Preußischen Armee
  • PERS 8 Personalunterlagen von Angehörigen der Preußischen Marine, der Kaiserlichen Marine, der Schutztruppen und sonstiger Einrichtungen unter dem Befehl des Kaisers
  • PERS 9 Krankenunterlagen von Angehörigen der Preußischen Armee, Preußischen Marine, Kaiserlichen Marine, Schutztruppen, Reichswehr und Wehrmacht
  • PERS 15 Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht
  • PH 22-II Sanitätseinrichtungen der Preußischen Armee.- Lazarettbücher
  • RW 59 Personalverwaltende Stellen der Wehrmacht
  • RW 60 Gerichte der Reichswehr und Wehrmacht

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Benutzung an die Abteilung Deutsches Reich am Standort Berlin-Tegel:

Bundesarchiv, Am Borsigturm 130, 13507 Berlin
Tel.: 030 18 77 70 11 58
Email: dr-tegel@bundesarchiv.de

Über den Standort

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag: 9:00 Uhr - 16:00 Uhr
Freitag: 9:00 Uhr - 14:00 Uhr

Hinweis zur personenbezogenen Recherche

Für Ihre personenbezogene Recherche können Sie das Formular auf der Seite Personenbezogene Unterlagen militärischer Herkunft nutzen.

Vor einem Besuch ist eine schriftliche Anfrage zu empfehlen, damit auch in den Beständen recherchiert werden kann, für die noch keine Findmittel im Benutzersaal zur Verfügung stehen.

Die Digitalisierung der Zentralen Personenkartei zu Militärangehörigen im Zweiten Weltkrieg (Bestand B 563-1 KARTEI) wurde Anfang 2024 begonnen und wird sich über mehrere Jahre hinziehen. Abgeschlossene Archivsignaturenbereiche werden sukzessive mit den Erschließungsdaten in BASYS verknüpt und stehen dann über das Rechercheportal invenio zu Verfügung. Bislang sind etwa 2% der Bestandsüberlieferung digitalisiert (Stand August 2024).

Geschichte der Abteilung im Zweiten Weltkrieg bis 1951

Das Gebäude in Reinickendorf, in das die Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht im Jahre 1951 einzog, beherbergte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs die Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik (DWM).

Nach Artikel 77 der Genfer Konvention von 1929 sind von jedem Krieg führenden Staat bei Beginn von Feindseligkeiten nationale amtliche Auskunftstellen über die auf ihrem Gebiet befindlichen Kriegsgefangenen einzurichten. Die Zentralauskunftstelle über die Kriegsgefangenen war auf neutralem Gebiet einzurichten und sollte alle auf amtlichen und privaten Wegen eingehenden Meldungen über die Gefangenen sammeln und diese so schnell wie möglich dem betreffenden Heimatstaat der Gefangenen zukommen lassen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden diese Aufgaben vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Genf (IKRK) ausgeführt. Dieses richtete eine Informationszentrale, die Agence Centrale des Prisonniers de Guerre (ACPG), ein, untergliedert unter anderem in Abteilungen für die betreffenden kriegführenden Länder.

Am 26. August 1939 wurde - gemäß Artikel 77 der Genfer Konvention - in Berlin eine nationale amtliche Auskunftstelle zur Erfüllung der in dem Abkommen festgelegten Verpflichtungen unter der Bezeichnung "Wehrmachtauskunftstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene (WASt)" eingerichtet. Im August 1943 wurde die Wehrmachtauskunftstelle nach Thüringen verlegt und teils in Saalfeld, teils in Meiningen untergebracht. Nach der Besetzung Thüringens arbeitete die WASt seit dem 12. April 1945 unter der Aufsicht der amerikanischen Militär-Kontroll-Kommission.

Am 1. Juli 1945, unmittelbar vor der Besetzung Thüringens durch sowjetische Truppen, verlegten die Amerikaner die WASt nach Fürstenhagen bei Kassel. Ende Januar 1946 kehrte die WASt nach Berlin zurück und erhielt hier ihren Namen "Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht", der aus der wörtlichen Übersetzung der amerikanischen Bezeichnung entstanden war. Mit Beschluss des Koordinierungskomitees des Kontrollrats vom 14. Juni 1946 erhielt sie den Auftrag, die aus den internationalen Verpflichtungen und reichsgesetzlichen Aufgaben entstehenden Arbeiten weiter fortzuführen. Sie wurde gleichzeitig der Aufsicht der französischen Gruppe des Kontrollrats unterstellt und bezog, nach verschiedenen Zwischenunterkünften, im Jahre 1951 ihren jetzigen Standort im Norden Berlins.

Aufgaben der Abteilung DR am Standort Berlin-Tegel

Die Hauptaufgabe der Abteilung DR liegt in der Erteilung von überwiegend personenbezogenen Auskünften. 85 % der Anfragen betreffen Familienangehörige. Der Anteil der wissenschaftlichen Benutzungen, der sog. Ortschroniken und der Recherchen nach Gefallenen in bestimmten Regionen steigt kontinuierlich.

Für die Bergung von Kriegstoten, die auch fast 80 Jahre nach Kriegsende in manchen Regionen noch systematisch erfolgt, stellt die Abteilung DR Informationen zu Grablagen zur Verfügung. Anhand von Erkennungsmarken und sonstigen Merkmalen identifiziert sie Kriegstote, benachrichtigt deren Angehörige, legt den Todeszeitpunkt und den Todesort fest und zeigt den Sterbefall bei dem zuständigen Standesamt an.

Anfahrt

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

- Mit der U-Bahn: U-Linie 6 Haltestelle U Borsigwerke, 5 min Fußweg bis Am Borsigturm 130

- Mit der S-Bahn:  S 25 bis S-Bahnhof Tegel, 15 min Fußweg oder mit Bus-Linie 133 bis zur Bushaltestelle U Borsigwerke

Anfahrt mit dem Auto

Bei Anfahrt mit dem PKW über die Autobahn A111 Richtung Tegel

- Ausfahrt Holzhauser Str., über Berliner Straße bis zur Straße Am Borsigturm

- Ausfahrt Waidmannsluster Damm, über Karolinenstr., Berliner Str. bis zur Straße Am Borsigturm

 

Kontakt

Bundesarchiv, Abteilung Deutsches Reich (DR), Standort Berlin-Tegel

Am Borsigturm 130
13507 Berlin

Telefon: 030 18 7770-1158
Fax: 03018 7770-1825
E-Mail: dr-tegel@bundesarchiv.de