Stand: Dezember 2021
Umfang: 107 lfm
Laufzeit: (1936 - 1949) 1950 - 1990
Erschließungsstand: 100 %
Allgemeine Informationen
- Gewährleistung der inneren Sicherheit des MfS- Aufdeckung und Abwehr von geheimdienstlichen Angriffen
- Überwachung von ausländischen Vertretungen, Diplomaten, Journalisten und anderen Ausländern bzw. Westdeutschen im Bezirk
- Sicherung der Westbeziehungen von SED und FDGB
- Äußere Spionageabwehr gegen Bundesnachrichtendienst, Bundes- und Landesämter für Verfassungsschutz und andere Geheimdienste
Enthält u. a.
- Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM)- Absicherung von MfS-Dienstobjekten und sowjetischen Militärobjekten
- Zusammenarbeit mit den sowjetischen Abwehroffizieren
- Spionageabwehr
- Überwachung von Auslandskontakten
- Arbeit im "Operationsgebiet" BRD
- Überwachung von Ausländern und Bundesdeutschen, v. a. von Diplomaten und Journalisten
- Überwachung chilenischer Emigranten, ehemaliger UdSSR-Bürger mit deutscher Nationalität und lybischer Staatsbürger in Ausbildung im Bezirk Karl-Marx-Stadt
- Absicherung der Westarbeit der SED-Bezirksleitung und des FDGB-Bezirksvorstandes Karl-Marx-Stadt, u. a. die "Kinderferienaktion der DKP"
Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes
Die "aktiven" registrierten Vorgänge wurden in der Reihenfolge der Registriernummern aufgestellt und die personenbezogenen Angaben in einer alphabetisch sortierten Decknamenkartei erfasst. Anschließend erfolgte die Rekonstruktion der vom MfS nach alphanumerischen und numerischen Signaturen angelegten Zentralen Materialablage. Andere Personenablagen wurden nach den Signaturen der Dokumentenkarten zur Sichtlochkartei unter Einbeziehung inhaltlicher Kriterien rekonstruiert. Eine weitere Personenablage ist nach Vorhaben von Journalisten aus westlichen Ländern angelegt worden. Das MfS hatte jedem Vorgang eine Signatur gegeben. Alle diese Unterlagen sind über die Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei benutzbar. Die sachbezogen gebildeten Akten wurden vorsortiert und grob gesichtet. Häufig waren personenbezogene Unterlagen nach sachlichen Gesichtspunkten abgelegt worden, z. B. Fremdhandwerker, diese wurden zuerst sachlich verzeichnet. Danach erfolgte die Erschließung der Sachakten. Auf Grund der relativ guten Aktenbildung, konnten die Akteneinheiten größtenteils in ihrer Form beibehalten bleiben. Wegen der Bedeutung der Unterlagen für die Forschung und um den Aktentitel näher zu erläutern, kamen bei 80 % der Akten die "Enthält"-Vermerke zur Anwendung.Findhilfsmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
Besonderheiten
- die sogenannten "Geheimdienstakten" (Akten zur Arbeit im "Operationsgebiet" BRD) wurden laut Übergabeprotokoll am 8.10.1992 in den Bestand der Abteilung II übernommen und dem Referat 2 zugeordnet- es sind auch Unterlagen zur Arbeit des Büros der Leitung II vorhanden