Stand: Dezember 2021
Umfang: 88 lfm
Laufzeit: (1933 - 1949) 1950 - 1989
Erschließungsstand: 100 %
Allgemeine Informationen
Die Kreisdienststellen (KD) hatten die Aufgabe, die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder KD eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.Enthält u. a.
- Tätigkeit der Inoffiziellen Mitarbeiter- Überwachung von Personen
- Ermittlungen zu Straftaten
- Verhinderung von Gewaltakten an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen
- Absicherung militärischer Objekte im Kreis Zerbst
- Zusammenarbeit der Kreisdienststelle mit staatlichen Organen und der Sowjetischen Kommandantur in Dessau
- Stimmungen und Meinungen zu politischen Ereignissen u. a. in Ungarn und Ägypten
- Informationen über Ereignisse des 17. Juni 1953 in der Schiffswerft Roßlau
- Situation in den Schulen des Kreises
- Unterlagen aus der Zeit des Nationalsozialismus
- Informationen über die politische Lage im Herbst 1989
- Unterlagen zum staatlichen Archivdepot Schloss Dornburg
Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes
Die registrierten Vorgänge wurden numerisch nach Jahrgängen geordnet und sind personenbezogen nutzbar. Die Zentrale Materialablage wurde anhand der dazugehörigen Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei rekonstruiert. Die Erschließung der Sachakten ist abgeschlossen.Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- alphabetische Decknamenkartei
- Signaturnachweisbuch (1992)
- personenbezogene MfS-Karteien