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Kreisdienststelle Genthin

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Stand: Dezember 2021
Umfang: 55 lfm
Laufzeit: 1952 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Allgemeine Informationen

Die Kreisdienststellen (KD) hatten die Aufgabe, die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder KD eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.

Enthält u. a.

- Tätigkeit der Inoffiziellen Mitarbeiter
- Überwachung von Personen
- Untersuchungen zu Suiziden
- Ermittlungen zu versuchten Republikfluchten
- Brände und Störungen im VEB Waschmittelwerk Genthin
- Informationen zum VEB Stahl- und Apparatebau Genthin (StAG)
- Ermittlungen zu Antragstellern auf Übersiedlung in die BRD
- Überwachung der Religionsgemeinschaften des Kreises
- Bekämpfung möglicher Terrorakte im Kreis
- Kontrolle der Intershop-Verkaufseinrichtung Genthin
- Beobachtung jugendlicher Gruppierungen
- Ermittlungen zu Mitarbeitern des Johanniter-Krankenhauses Genthin

Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes

Die registrierten Vorgänge wurden numerisch nach Jahrgängen geordnet und sind personenbezogen nutzbar. Die Zentrale Materialablage wurde anhand der dazugehörigen Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei rekonstruiert. Da die Überlieferung sehr lückenhaft war, erfolgte eine systematische Erfassung in der Datenbank "Elektronisches Personenregister" unter Vergabe einer neuen Signatur. Die Erschließung der Sachakten ist abgeschlossen.

Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- alphabetische Decknamenkartei
- Signaturnachweisbuch (1992)
- personenbezogene MfS-Karteien

Besonderheiten

- zerrissene Unterlagen