Die nachfolgenden Ausführungen geben Ihnen einige generelle Hinweise, die Sie bei Ihren weiterführenden Recherchen unterstützen sollen.
Zusammengestellt von Sabine Dumschat

Fragebogen zur Durchführung des Berufsbeamtengesetzes (Seite 1), 6. Mai 1933, Quelle: BArch, R 187/218, Image 267
Auf dieser Seite finden Sie Recherchehinweise und Archivgut des Bundes zum Berufsbeamtentum in der NS-Zeit.
Zum Inhalt springen
Die nachfolgenden Ausführungen geben Ihnen einige generelle Hinweise, die Sie bei Ihren weiterführenden Recherchen unterstützen sollen.
Zusammengestellt von Sabine Dumschat
Das Bundesarchiv verfügt über eine Vielzahl an personenbezogenen Unterlagen aller Art, darunter Personalakten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Reichsbehörden. Diese Unterlagen sind zumeist in die Provenienzbestände der jeweiligen Institutionen integriert. Andere befinden sich in besonderen personenbezogenen Sammlungen. Dazu zählen die Teilbestände des „Berlin Document Center“ (R 9361) sowie das „NS-Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR“ (R 9355) und die „Sammlung personenbezogener Unterlagen bis 1945“ (R 9354).
Speziell hingewiesen sei auf die Sammlung Pers 101 (Personalakten von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes) der Abteilung Bundesrepublik Deutschland des Bundesarchivs. Sie umfasst auch Vorakten aus der Zeit vor 1945.
Nähere Informationen zu den genannten Schriftgutbeständen und Möglichkeiten zur Recherche finden Sie im Online-Suchsystem invenio. Oft empfehlen sich ergänzende schriftliche Anfragen beim Bundesarchiv, da aus rechtlichen Gründen nicht alle personenbezogenen Unterlagen online zugänglich gemacht werden können.
Den im Reichsgesetzblatt veröffentlichten Text des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums sowie zahlreiche Durchführungsverordnungen und Änderungsgesetze kann man in der „Sammlung Schumacher“ nachlesen (R 187/218). Dort sind auch Unterlagen zum Deutschen Beamtengesetz vom 26. Januar 1937 sowie zur Thematik „Beamte und NSDAP-Mitgliedschaft“ zu finden.
Zur Umsetzung des Berufsbeamtengesetzes und weiterer Vorschriften findet sich Dokumentation in zahlreichen Schriftgutbeständen. Hierzu zählt einerseits die Überlieferung der an der Ausarbeitung und Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben beteiligten Regierungsorgane, andererseits die Dokumentation der von Personalveränderungen betroffenen Behörden.
Sowohl „Allgemeines“ als auch konkrete Einzelfälle sind insbesondere zu finden in den Beständen:
Zahlreiche weitere Schriftgutbestände von staatlichen und Dienststellen der NSDAP bergen Unterlagen über die Anwendung beamtenrechtlicher Regelungen.
Zur Umsetzung des Berufsbeamtengesetzes beim Militär siehe z.B.:
Die Entlassung von Staatsdienern auf der Grundlage des Berufsbeamtengesetzes spiegelt sich auch in Nachlassbeständen des Bundesarchivs wieder: Dazu zählen:
Zu „Widerstand und Verfolgung von Angehörigen des öffentlichen Dienstes im NS-Staat“ ist im Bundesarchiv die „Sammlung Bauch“ (ZSG 134) zugänglich.
Weitere grundlegende Schriftgutbestände über die Verwaltung von Staatsbediensteten sind:
Zum Umgang mit den Entlassungen jüdischer und politisch unliebsamer Personen aus dem Staatsdienst in der Nachkriegszeit ist Überlieferung in den Schriftgutbeständen der Bundesrepublik Deutschland sowie der Deutschen Demokratischen Republik vorhanden.
Bitte beachten Sie, dass Sie an das Stasi-Unterlagen-Archiv eine gesonderte Anfrage richten müssen.
Weitere Hinweise auf relevantes Schriftgut finden Sie im Themenportal „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“.
Personalakten von Personen, die in regionalen oder kommunalen Verwaltungseinrichtungen tätig gewesen sind, sind in den jeweils zuständigen Staatsarchiven der Bundesländer beziehungsweise Kommunalarchiven zu suchen.
Überlieferung aus den Entnazifizierungsverfahren befindet sich in der Regel in den Staatsarchiven der Bundesländer.