Krankenschwestern und Soldaten im Bettensaal eines Lazaretts in Belgien (1915),
Quelle:
BArch, Bild 183-S15046 / o. Ang.
Frauen im Krieg: 1914–1918
Ein Rechercheleitfaden zu Nachlässen von Frauen im Ersten Weltkrieg
Auf dieser Seite geben wir Ihnen Recherchehinweise zu den Nachlässen von Frauen im Ersten Weltkrieg.
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Einführende Informationen
In der Abt. Militärarchiv des Bundesarchivs werden über tausend Nachlassbestände verwahrt, in denen sich privates Schriftgut befindet, das entweder von den Nachlassern selbst oder von deren hinterbliebenen Angehörigen an das Militärarchiv zur dauerhaften Aufbewahrung und Zugänglichmachung für die Forschung abgegeben wurde. Hinzu kommen zahlreiche Einzeldokumente privater Herkunft, die zwar keinen eigenen Nachlassbestand zu einer Person begründen, aber als Teile größerer Sammlungen aufbewahrt werden.
Diese Nachlässe und privaten Einzeldokumente stammen üblicherweise von Männern. In aller Regel handelt es sich dabei um Soldaten, zumeist Offiziere, vereinzelt auch um Beamte, Techniker, Wissenschaftler oder auch Schriftsteller.
Nur sehr selten finden sich private Einzeldokumente oder gar ganze Nachlässe von Frauen in den Beständen des Militärarchivs. Doch wenn derartige Einzeldokumente oder Nachlässe in die Bestände des Militärarchivs aufgenommen wurden oder werden, handelt es sich häufig um eine berufliche oder dienstliche Verwendung etwas außerhalb des für Zeitgenossinnen üblichen Rahmens und in aller Regel um eine bewußte Verschriftlichung eigener Erlebnisse in herausfordernden Lebenssituationen durch die Frauen selbst. Es sind also durchweg historisch besonders interessante Archivalien.
Dieser Leitfaden soll die wenigen im Militärarchiv vorhandenen Nachlässe von Frauen im Ersten Weltkrieg vorstellen und sie zugleich in Verbindung setzen zu anderen, auch amtlichen Beständen.
Die Freiwillige Krankenpflege im Ersten Weltkrieg
Noch zu Beginn der 1860er Jahre waren Bergung und Versorgung von Verwundeten in militärischen Auseinandersetzungen mangelhaft organisiert, das Schicksal der Betroffenen war von Zufällen, individuellem Glück und dem Engagement Einzelner abhängig. Es gab zwar durchaus ein militärisches Sanitätswesen, das jedoch mit dem Anfall großer Mengen an Verwundeten überfordert war. Der Schweizer Geschäftsmann Henri Dunant hatte seine diesbezüglichen, ihn persönlich erschütternden Erfahrungen in der Schlacht von Solferino 1859 in seiner 1862 erschienen Publikation „Un souvenir de Solférino“ dargestellt.
Ausgehend von Dunants Engagement kam es 1863 zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege (seit 1876 „Internationales Komitee vom Roten Kreuz“) und in der Folge 1864 zur 1. Genfer Konvention, „betreffend die Linderung des Loses der im Felddienst verwundeten Militärpersonen“.
Es etablierten sich in der Folge weitere nationale Hilfsorganisationen zur Versorgung von Verwundeten, die erste in Deutschland noch 1863: der Württembergische Sanitätsverein. Weitere Einrichtungen folgten.
Im Deutschen Krieg 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wurden diese Hilfsorganisationen den militärischen Sanitätsdienststellen unterstellt. Das war eine Verbesserung, blieb jedoch unzureichend und organisatorisch unbefriedigend. Bereits 1866 war als Führungsorgan für die verschiedenen Hilfsorganisationen der „Königliche Kommissar und Militär-Inspekteur der freiwilligen Krankenpflege bei der Armee im Felde“ eingerichtet worden. Übernommen wurde diese Funktion vom Kanzler des Johanniterordens.
Die 1878 erlassene und 1907 erneuerte „Kriegssanitätsordnung“ der Preußischen Armee unterstellte die von den privaten Hilfsorganisationen geleistete „Freiwillige Krankenpflege“ nun mittels klarer Regeln militärischem Befehl. Der „Königliche Kommissar“ wurde mit der Reichsgründung zum „Kaiserlichen Kommissar“ und unterstand ab 1878 dem Chef des Feldsanitätswesens der Preußischen Armee. Der Kaiserliche Kommissar wurde unterstützt vom Roten Kreuz und den Ritterorden (Malteserorden, Johanniterorden und St. Georgsorden) und wurde ab 1907 nicht mehr von den Ritterorden gestellt, sondern vom Kaiser ernannt und handelte im Auftrag der militärischen Führung nach Anweisung des Chefs des Feldsanitätswesens.
Mit Beginn des Ersten Weltkrieges stand auch das militärische Sanitätswesen und mit ihm die Freiwillige Krankenpflege vor gewaltigen Herausforderungen. Die Hilfsorganisationen waren ab der ersten Mobilmachungswoche in Bereitschaft und noch im August 1914 begannen die Einberufungen des Krankenpflegepersonals. Die Freiwillige Krankenpflege blieb den gesamten Krieg über im Einsatz – von den frontnahen Etappen bis zum Heimatgebiet. Die Demobilmachung der Krankenpflege in den Etappengebieten begann mit Kriegsende im November 1918 und endete im April 1919. In den Heimatgebieten endete die Demobilmachung sogar erst Ende März 1920.
Insgesamt waren ca. 112.000 Frauen im Einsatz und ca. 101.000 Männer.
Getragen wurde die Freiwillige Krankenpflege vor allem von den konfessionellen Orden (evangelisch und katholisch) – diese in der Regel angebunden an die Ritterorden Malteserorden, Johanniterorden und St. Georgsorden – und den Schwesternschaften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Hinzu kamen aber auch andere Vereine und Gesellschaften, z. B. die Frauenvereine und die jüdischen Krankenpflegevereine.
Die Aufgaben der Freiwilligen Krankenpflege bestanden neben der Krankenpflege auch im Krankentransport und in der Materialverwaltung. Ihre Angehörigen waren ausgebildete Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, aber auch Krankenträger und sonstiges Funktionspersonal. Eingesetzt wurde die Freiwillige Krankenpflege in Lazaretten in der Heimat (Vereinslazarette, Reservelazarette) und in der Etappe hinter der Front (Kriegslazarette, Feldlazarette), aber auch in Lazarettzügen, in Krankensammelstellen, in Soldatenerholungsheimen, in Ortskrankenstuben, auf Bahnhöfen und auf Binnenschiffen. Die Freiwillige Krankenpflege rüstete Lazarettzüge aus, richtete Lazarette und Erfrischungsstellen für durchziehende Truppen ein und betrieb auch Suchdienste für die Familien in der Heimat auf der Suche nach verwundeten Angehörigen.
Die Angehörigen der Freiwilligen Krankenpflege waren zu mehr als der Hälfte Frauen. Sie kamen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, waren unterschiedlichen Alters, hatten unterschiedliche oder auch gar keine beruflichen Erfahrungen vor ihrem Kriegseinsatz gemacht und sie machten auch unterschiedliche Erfahrungen in ihrem oft jahrelangen Kriegseinsatz. Die meisten waren katholische Ordensschwestern, gefolgt von Rotkreuz-Schwestern und Diakonissinnen (Angehörigen der evangelischen Hilfsorganisationen) – nicht zu vergessen die Pflegerinnen der jüdischen Krankenpflegevereine.
Die Masse der von diesen Frauen hinterlassenen Tagebücher und Korrespondenz findet sich in den Archiven ihrer Mutterhäuser und Vereine. Ein sehr kleiner, aber nichtsdestoweniger auch beachtenswerter Teil befindet sich in der Abt. Militärarchiv des Bundesarchivs.
Der Einsatz von Krankenschwestern in der Kriegsgefangenenfürsorge während und nach dem Ersten Weltkrieg
Ein besonderes Einsatzfeld von Krankenschwestern war die Betreuung der deutschen Kriegsgefangenen im Ausland, konkret im Russischen Reich, ab 1917 in der Sowjetunion.
Das Engagement von Elsa Brändström hatte auf die großen Defizite der Versorgung der deutschen und österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen in Russland hingewiesen. Ausgehend von ihren Initiativen etablierten sich verschiedene Fürsorgemissionen, die personell vor allem von Krankenschwestern getragen wurden. Diese bereisten als offizielle Delegationen die verschiedenen Kriegsgefangenenlager, inspizierten diese, stellten Kommunikation mit der Heimat her, bemühten sich, Verbesserungen der Zustände vor Ort zu erreichen. Hervorzuheben ist insbesondere die Commission Danoise-Allemande pour visiter des camps des prisonniers en Russie-Sibérie 1916/17. Diese bestand vor allem aus sechs deutschen Krankenschwestern, die monatelang durch Russland reisten, von Lager zu Lager.
Aber auch davor und danach waren deutsche Krankenschwestern, nur zum Teil in Begleitung deutscher oder auch schwedischer oder russischer Diplomaten oder Behördenvertreter, in Russland unterwegs. Eine erhebliche Verschärfung der Situation dieser Schwestern stellte die Russische Revolution und der anschließende Bürgerkrieg dar. Die Durchsetzung des bolschewistischen Systems brachte hier nur partiell Verbesserung. Spionagevorwürfe setzten manche Schwestern und ihre Begleiter monatelang in Haft. Eine Schwester, Erika von Passow, ging in den Wirren in Turkmenistan vermißt und ist nie wieder aufgetaucht. Die Risiken, denen sich diese Frauen aussetzten waren erheblich. Ihre Arbeit endete auch nicht, wenn sie wieder in Deutschland zurück waren und auch nicht nach dem Waffenstillstand. Die während der Reisen aufgebauten Kontakte wurden weiter gepflegt, Bedürfnisse abgefragt, Nachrichten an die Familien weitergegeben, nach vermißten Gefangenen geforscht. Die Nachlässe dieser Schwestern bilden dieses teilweise lebenslange Engagement ab.
Etappenhelferinnen
Der hohe Personalbedarf an den Fronten führte in Deutschland 1917 zur Diskussion einer Dienstpflicht für Frauen, um so Männer in nicht-kämpfenden Verwendungen für die Front frei machen zu können. Eine förmliche Dienstpflicht fand zwar keine Zustimmung der politischen und der militärischen Führung, allerdings wurde der freiwillige Einsatz von Frauen forciert. Organisiert durch die bürgerlichen Frauenvereine in Zusammenarbeit mit den stellvertretenden Generalkommandos und Kriegsamtsstellen wurden Frauen für Tätigkeiten – im wesentlichen Schreib- und Küchendienste – in den Etappengebieten, aber auch in den besetzten Gebieten angeworben.
Diese sog. Etappenhelferinnen machten schließlich ca. 20.000 Frauen aus, die bis Kriegsende Dienst taten – ohne Uniform und ohne Kombattantenstatus (im Unterschied zu den Wehrmachthelferinnen im Zweiten Weltkrieg).
Nachlässe von Etappenhelferinnen liegen im Militärarchiv nicht vor. Es sind jedoch im Schriftgut verschiedener militärischer Dienststellen, vor allem des Kriegsamts im Preußischen Kriegsministerium, Namenslisten und personenbezogene Angaben überliefert.
Quellen im Bundesarchiv
Militärische Dienststellen und private Einrichtungen
geb. 1.7.1880 in Schleswig, gest. 28.9.1960 in Bad Ischl
Armgard von Boetticher war eine Tochter von Dr. Karl Heinrich von Boetticher, Oberpräsident der Provinz Sachsen, Staatssekretär des Innern, Staatsminister, zeitweilig Stellvertreter des Reichskanzlers (Nachlass im Bundesarchiv, N 1025)
Armgard von Boetticher ist 1914 in die Schwesternschaft des Roten Kreuzes des Auguste-Viktoria-Krankenhauses zu Weißensee eingetreten. Nach 9 Monaten als Hilfsschwester ging sie als Krankenpflegerin an die Westfront und verblieb dort bis Kriegsende im Einsatz, zuletzt als Leitende Krankenschwester.
Der Nachlass enthält vor allem Korrespondenz zwischen General der Infanterie Hermann von François (geb. 31.1.1856 Luxemburg, gest. 15.5.1933 Berlin-Lichterfelde; Verfasser von: Der Deutsche Kronprinz: Der Soldat und Heerführer. Leipzig 1926; Nachlass im Bundesarchiv N 274) und Armgards Mutter Sophie von Boetticher, (geb. 1851, gest. 1939; Vorsitzende des Vaterländischen Frauenvereins der Provinz Sachsen, gründete im Kampf gegen die Tuberkulose 1899 im Forst Vogelsang bei Gommern die erste Volksheilstätte für Frauen in Deutschland) sowie Armgard von Boetticher, dazu Unterlagen zur schriftstellerischen Tätigkeit des Generals, Ausarbeitungen und Zeitungsartikel von ihm und über ihn, darüber hinaus Korrespondez zwischen Armgard von Boetticher und Verlegern, Autoren, Kritikern sowie zwischen Sophie von Boetticher und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg. Enthalten sind auch Unterlagen zur schriftstellerischen Tätigkeit von Armgard von Boetticher, zur Tätigkeit von Sophie von Boetticher im Roten Kreuz der Provinz Sachsen und allgemein zu General v. François. Armgard von Boetticher stand über viele Jahre in sehr intensiver Korrespondenz mit General Hermann von François. Die Frage der Aufnahme einer Liebesbeziehung war der Korrespondenz nach zumindest ab 1928 ein Thema.
Im August 1964 wurde der Nachlass Armgard von Boettichers zusammen mit dem Nachlass von Karl-Heinrich von Boetticher von der Familie dem Bundesarchiv zum Kauf angeboten und von diesem im Mai 1965 angekauft.
geb. 10.8.1869 in Vegesack, gest. 19.3.1963 in Achim.
Marie Stricker stammte aus einer Kapitänsfamilie in Bremen, Tochter des Schiffskapitäns Lüder Stricker und seiner Frau Betty. Im Jahr 1897 trat sie als dienende Schwester in den Johanniterorden ein. Von 1898 bis 1914 war sie als Gemeindeschwester in Achim bei Bremen eingesetzt. Im Oktober 1914 wurde sie zum Kriegsdienst eingezogen und war bis November 1918 als Krankenpflegerin und -betreuerin an der Westfront eingesetzt. Sie war bei der 2. Armee, dem X. und XI. Armeekorps in Feldlazaretten, Erholungsheimen für Offiziere, Verwundetensammelstellen und Krankentransportstellen tätig, dabei auch beteiligt an Untersuchungen und Transporten der Zivilbevölkerung.
Von 1919 bis 1935 war sie wieder Gemeindeschwester in Achim. Im Jahr 1935 schied sie aus dem Dienst aus.
Der Nachlass enthält Feldpostbriefe von Marie Stricker von September 1914 bis Januar 1919, dazu Tagebuchausschnitte von 1915 und Aufzeichnungen aus ihrer Tätigkeit in Feldlazaretten von 1916, sowie eine Ausarbeitung ihrer Schwester Käthe Stricker über das Leben von Marie Stricker.
Im Oktober 1967 wandte sich Käthe Stricker aus Bremen, die Schwester von Marie, an das Bundesarchiv und bot den Nachlass ihrer bereits verstorbenen Schwester an. Im Oktober 1967 wurde der Nachlass vom Militärarchiv übernommen.
Im November 1967 übernahm das Militärarchiv darüber hinaus von der Johanniter-Schwesternschaft auch die zuvor von Käthe an diese abgegebenen Briefe Maries.
Martha de Crignis war von 1914 bis 1918 als Freiwillige des Luisen-Frauen-Vereins Freiburg tätig im Hilfslazarett Littenweiler, einem Stadtteil von Freiburg i.Br. Das Lazarett war untergebracht im Bad-Hotel Littenweiler, das ihrem Großvater gehörte. Mit ihr war auch ihre Mutter und möglicherweise auch ihre Großmutter im Lazarett tätig.
Der Nachlass umfasst vor allem ein Erinnerungsbuch zum Hilfslazarett Littenweiler für die Zeit 1914–1918, Bildpostkarten und mehrere Fotos.
Die Herkunft der Unterlagen ist nicht mehr feststellbar. Nach Übernahme der Unterlagen (vermutlich 1983) wurden diese in den Sammelbestand MSg 2 aufgenommen. Im Jahr 2024 wurden die Unterlagen zu einem eigenen Nachlass formiert.
Es handelt sich hierbei um einen Bericht der im Ersten Weltkrieg eingesetzten Rotkreuz-Helferin Gretel Fennel. Der Bericht behandelt Besuche von Kaiserin Augusta Viktoria im Reservelazarett Kassel 1916 und 1917 und wurde 1918 verfasst. Die Lebensdaten zu Gretel Fennel sind nicht bekannt.
Unter dieser Signatur liegen die Erinnerungen der Krankenschwester Käthe Kübler an ihre Dienstzeit im Ersten Weltkrieg 1914–1917 vor. Die Lebensdaten zu Käthe Kübler sind nicht bekannt.
geb. 26.3.1888 in Sankt Petersburg, gest. 4.3.1948 in Cambridge, Massachusetts.
Elsa Brändström war die Tochter des schwedischen Militärattachés in Russland Per Henrik Brändström. Sie meldete sich 1914 als freiwillige Krankenschwester bei der russischen Armee und ging 1915 für das schwedische Rote Kreuz nach Sibirien zur Einrichtung einer medizinischen Grundversorgung für deutsche Kriegsgefangene. Sie erreichte dort Verbesserungen und errichtete eine schwedische Hilfsorganisation, die sich in Russland um die dortigen Kriegsgefangenen kümmerte. 1920 nach Schweden zurückgekehrt, veröffentlichte sie 1922 ein Buch über ihre Erfahrungen, das ihr zu großer Resonanz und Popularität verhalf: „Brändström, Elsa: Bland krigsfångar i Ryssland och Sibirien 1914–1920. Stockholm 1921“(ins Deutsche übersetzt 1922:„Unter Kriegsgefangenen in Russland und Sibirien 1914–1920. Berlin 1922“). In der Folge richtete sie ein Arbeitssanatorium für ehemalige kriegsgefangene Deutsche in Bad Marienborn ein und betreute dort deutsche Heimkehrer und die Kinder von verstorbenen oder traumatisierten Kriegsgefangenen. Sie gründete auch ein Kinderheim bei Lychen (Schreibermühle). Im Zuge einer Vortragsreise durch die USA 1923 erlangte sie weitere Unterstützung und konnte in der Folge ein Kinderheim in Mittweida (Schloß Neusorge) errichten, das sie 7 Jahre lang betrieb. Brändström war Mitbegründerin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Im Jahr 1929 heiratete sie den deutschen Ministerialbeamten und Pädagogen Prof. Dr. Robert Ulich und wurde in Dresden ansässig. Im Jahr 1933 wanderte das Ehepaar in die USA aus, wo Robert Ulich in Harvard eine Professur übernahm. In den USA betreute Brändström geflüchtete Deutsche und Österreicher. Zu Kriegsende begründete sie eine Hilfsaktion für notleidende Kinder in Deutschland, aus der sich die Hilfsorganisationen CARE International und CRALOG entwickelten.
In dem von Elsa Brändström errichteten Hilfswerk wirkten insbesondere die Rotkreuz-Angehörigen Anni Rothe (Unterlagen in MSG 200), Alexandrine Gräfin von Üxküll-Gyllenband (Bestand N 5087), Magdalene Freifrau von Steinäcker (geb. Gräfin von Walsleben; Bestand N 5086), Anne-Marie Wenzel (Bestand N 5084) und Pastor Eduard Juhl (Bestand N 5088) mit.
Der Nachlass besteht aus persönlichen Dokumenten, Korrespondenz betr. die Einrichtungen Gut Schreibermühle, Bad Marienborn und Schloss Neusorge, Tagebuch-Aufzeichnungen von 1918, ein Manuskript zur Reise in die Sowjetunion 1929, sonstige Aufzeichnungen, Fotos aus Sibirien, Fotos der Familie, Fotos aus ihren Einrichtungen, Auszeichnungen, Würdigungen durch Dritte, Dokumentationen und Materialsammlungen sowie Unterlagen des Neusorge-Kreises.
Am 26. März 1973 (dem 85. Geburtstag der 1948 verstorbenen Elsa Brändström) richtete das Bundesarchiv auf Initiative des damaligen Leiters der Abt. Militärarchiv Dr. Friedrich-Christian Stahl im Militärarchiv in Freiburg das „Elsa-Brändström-Gedächtnis-Archiv“ (Bestand MSg 200) ein.
Dieses „Teilarchiv“ sollte die bisher bereits übernommenen privaten Unterlagen zum Thema Kriegsgefangenschaft im 1. und 2. Weltkrieg und auch alle im weiteren übernommenen entsprechenden Unterlagen aufnehmen. Mit der Namenswahl sollte an das im Heeresarchiv Potsdam befindlich gewesene und mit diesem im April 1945 beim alliierten Luftangriff auf Potsdam verbrannte „Elsa-Brändström-Archiv“ erinnert werden.
Das Militärarchiv nahm im Vorfeld Kontakt zu Prof. Dr. Robert Ulich, dem Ehemann von Elsa Brändström auf. Mittlerweile waren viele private Unterlagen zum Thema Kriegsgefangenschaft im 1. und 2. Weltkrieg übernommen worden, die in unterschiedlichen Sammlungen verwahrt wurden. Stahl war persönlich betroffen, da ein Bruder seiner Großmutter in russischer Gefangenschaft war und dort Elsa Brändström begegnete.
Ulich stimmte der Einrichtung zu. Nach dem Tod von Robert Ulich wurden dem Militärarchiv daher aus Familienbesitz Unterlagen von und zu Elsa Brändström übergeben. Das Militärarchiv erhielt zudem Kopien von Briefen Elsa Brändströms aus dem Schwedischen Kriegsarchiv. Bei der Eröffnung des Gedächtnisarchivs 1973 wurde eine entsprechende Ausstellung präsentiert und eine Gedenkfeier im Kreis der Mitarbeiter abgehalten. Es wurden entsprechende Meldungen in der WELT und in der Badischen Zeitung gedruckt und das Militärarchiv bat öffentlich um private Aufzeichnungen zum Thema Kriegsgefangenschaft. Daraufhin meldeten sich mehrere Personen mit umfangreichem entsprechenden Material (Frau von Lersner, Frau Boehmer, Ernst Dauscher). Das Militärarchiv hatte mittlerweile auch den Nachlass von Propst Eduard Juhl (Bestand N 5088), einem engen Mitarbeiter von Elsa Brändström, übernommen. Es meldete sich nun auch Ilse von Westphalen, die für eine Gemeinschaft von ca. 80 Menschen mit Beziehungen zu Elsa Brändström sprach. In der Folge übernahm das Militärarchiv auch das Schriftgut der von Prof. Dr. Erich Maschke geleiteten Wissenschaftlichen Kommission für die Dokumentation des Schicksals der deutschen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg (sog. Maschke-Kommission; Bestand B 205).
Im Jahr 2011 wurden die Unterlagen von und zu Elsa Brändström selbst aus dem „Elsa-Brändström-Gedächtnis-Archiv“ herausgenommen und zu einem eigenen Nachlassbestand formiert.
Emma von Bunsen war eine im Ersten Weltkrieg im Bereich der Kriegsgefangenenfürsorge eingesetzte Krankenschwester. Sie war Mitglied der Commission Danoise-Allemande pour visiter des camps des prisonniers en Russie-Sibérie 1916/17. Diese bestand aus sechs deutschen Krankenschwestern: Anne-Marie Wenzel (Bestand N 5084), Mathilde Gräfin von Horn (Bestand N 5085), Emma Gräfin von Bunsen (Unterlagen in N 5088), Erika von Passow (Unterlagen in MSG 200), Anni Rothe (Unterlagen in MSG 200), Elisabeth von Gagern.
Bei den hier überlieferten Unterlagen handelt es sich um keinen Nachlass von Emma von Bunsen, sondern um Unterlagen aus dem Nachlass von Eduard Juhl (N 5088), dessen Mitarbeiterin sie war. Es handelt sich dabei um eine von Juhls Ehefrau gefertigte Abschrift von Bunsens Tagebuch, sowie mehrere Fotos. Juhl und Bunsen waren Mitglieder einer durch den Friedensvertrag von Brest-Litowsk 1918 vorgesehenen Kommission zur Betreuung und Vorbereitung des Austauschs deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion. Die im Mai 1918 aufgebrochene Kommission geriet in die Wirren des Bürgerkrieges in der Sowjetunion. Im August 1918 in Sibirien inhaftiert und erst im März 1919 wieder freigekommen, konnten sich Juhl, Bunsen und die restlichen Kommissionsmitglieder erst Anfang April 1919 von Wladiwostok aus wieder auf die Heimreise machen.
Darüber hinaus liegt im Bestand R 67 Archiv für deutsche Kriegsgefangene des Frankfurter Vereins vom Roten Kreuz und für Kriegsgefangenenforschung unter der Signatur R 67/1120 ein Vortrag von Emma von Bunsen vom 11.4.1917 über ihre Tätigkeit in der Kriegsgefangenenfürsorge in Russland vor.
Ingeborg Golm, geb. Faulhaber war eine im Ersten Weltkrieg im Bereich der Kriegsgefangenenfürsorge eingesetzte Krankenschwester. Sie war eine Nichte des Kardinals und Erzbischofs von München und Freising Michael von Faulhaber. Ihre Lebensdaten sind nicht bekannt.
Bei den im Militärarchiv überlieferten Unterlagen handelt es sich um keinen Nachlass, sondern um Unterlagen aus dem Nachlass von Eduard Juhl (N 5088). Es handelt sich um einen Brief Elsa Brändströms an Ingeborg Golm, nachdem diese mit ihrem Mann in die USA emigriert war und Fotos von Ingeborg Golm. Auch Ingeborg Golm war im Ersten Weltkrieg als Krankenschwester im Bereich der Kriegsgefangenenfürsorge eingesetzt und hatte dabei Elsa Brändström kennengelernt.
Mathilde von Horn war Krankenschwester und Generaloberin der Badischen Schwesternschaft vom Deutschen Roten Kreuz, sowie Delegierte des Roten Kreuzes.
Sie war ab Kriegsbeginn 1914 in leitender Funktion in der Freiwilligen Krankenpflege eingesetzt, zunächst an der Westfront, später auf dem Balkan, ab Herbst 1915 in Russland. Ab Januar 1916 wurde sie mit der Besichtigung von Kriegsgefangenenlagern in Russland, später der Sowjetunion beauftragt. Diese Besichtigungsreisen führten sie bis Turkestan, ans Kaspische Meer und in den Kaukasus, aber auch nach Bulgarien.
Mathilde von Horn war anschließend Mitglied der Commission Danoise-Allemande pour visiter des camps des prisonniers en Russie-Sibérie 1916/17. Diese bestand aus sechs deutschen Krankenschwestern: Anne-Marie Wenzel (Bestand N 5084), Mathilde Gräfin von Horn (Bestand N 5085), Emma Gräfin von Bunsen (Unterlagen in N 5088), Erika von Passow (Unterlagen in MSG 200), Anni Rothe (Unterlagen in MSG 200), Elisabeth von Gagern.
Der Nachlass enthält Unterlagen, die im Zuge von Mathilde von Horns umfangreichen Unterstützungsbemühungen für die deutschen Kriegsgefangenen entstanden sind, aber auch Korrespondenz mit ehemaligen Gefangenen und Berichte über ihre Reisen.
Der Nachlass befand sich im Archiv und Museum der Kriegsgefangenschaft der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. Deren Schriftgut befand sich zuletzt beim Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermisstenangehörigen Deutschlands e.V. und wurde mit dessen Schriftgut 2006 dem Bundesarchiv, Abt. Militärarchiv übergeben. Die Unterlagen des Archivs und Museums der Kriegsgefangenschaft bildeten zunächst den Bestand MSg 201, wurden aber 2010 in den Bestand MSg 200 überführt. Der Nachlass von Mathilde von Horn wurde 2025 herausgezogen und als eigenständiger Nachlassbestand formiert.
Erika von Passow war eine im Ersten Weltkrieg im Bereich der Kriegsgefangenenfürsorge eingesetzte Krankenschwester. Ihre Lebensdaten sind nicht bekannt. Sie war Mitglied der Commission Danoise-Allemande pour visiter des camps des prisonniers en Russie-Sibérie 1916/17. Diese bestand aus sechs deutschen Krankenschwestern: Anne-Marie Wenzel (Bestand N 5084), Mathilde Gräfin von Horn (Bestand N 5085), Emma Gräfin von Bunsen (Unterlagen in N 5088), Erika von Passow (Unterlagen in MSG 200), Anni Rothe (Unterlagen in MSG 200), Elisabeth von Gagern. Zwischen 1916 und 1918 war sie mehrere Male in Russland, bzw. der Sowjetunion auf Betreuungsreisen und ging dabei 1918, zuletzt in Turkestan, in den Wirren des Bürgerkrieges verschollen. Ihr Schicksal ist ungeklärt.
Bei der im Militärarchiv überlieferten Archivalie handelt es sich um einen Bericht Erika von Passows über ihren Besuch der Kriegsgefangenenlager in Russland und Turkestan 1916, der aus dem Archiv und Museum der Kriegsgefangenschaft stammt. Darüber hinaus liegt im Bestand R 67 Archiv für deutsche Kriegsgefangene des Frankfurter Vereins vom Roten Kreuz und für Kriegsgefangenenforschung unter der Signatur R 67/1120 ein Vortrag von Erika von Passow vom 11.4.1917 über ihre Tätigkeit in der Kriegsgefangenenfürsorge in Russland vor.
Es handelt sich hierbei um Unterlagen der Krankenschwester Ilse Raettig, die im Ersten Weltkrieg in der Betreuung deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion eingesetzt war. Ihre Lebensdaten sind nicht bekannt.
Anni Rothe (1882–1953) war eine im Ersten Weltkrieg im Bereich der Fürsorge für die deutschen Kriegsgefangenen in Russland, bzw. der Sowjetunion eingesetzte Krankenschwester. Sie war Mitglied der Commission Danoise-Allemande pour visiter des camps des prisonniers en Russie-Sibérie 1916/17. Diese bestand aus sechs deutschen Krankenschwestern: Anne-Marie Wenzel (Bestand N 5084), Mathilde Gräfin von Horn (Bestand N 5085), Emma Gräfin von Bunsen (Unterlagen in N 5088), Erika von Passow (Unterlagen in MSG 200), Anni Rothe (Unterlagen in MSG 200), Elisabeth von Gagern.
Im Militärarchiv überliefert ist von ihr ein Bericht über ihren Besuch der Kriegsgefangenenlager in Süd- und Mittel-Russland, der aus dem Archiv und Museum der Kriegsgefangenschaft stammt.
Darüber hinaus liegt im Bestand R 67 Archiv für deutsche Kriegsgefangene des Frankfurter Vereins vom Roten Kreuz und für Kriegsgefangenenforschung unter der Signatur R 67/1120 ein Vortrag von Anni Rothe vom 11.4.1917 über ihre Tätigkeit in der Kriegsgefangenenfürsorge in Russland vor.
Magdalene von Steinäcker, geborene Gräfin von Walsleben, war im Ersten Weltkrieg als Krankenschwester in der Betreuung der deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion eingesetzt. Ihre Erlebnisse hat sie später publiziert: „Walsleben, Magdalene von: Die deutsche Schwester in Sibirien. Aufzeichnungen von einer Reise durch die sibirischen Gefangenenlager vom Ural bis Wladiwostok. Berlin 1919“.
Der Nachlass umfasst das Tagebuch von Magdalene von Steinäcker und die daraus hervorgegangene Publikation über ihre Zeit in der Sowjetunion, dazu weitere Unterlagen zur Betreuung der Kriegsgefangenen, Berichte, Korrespondenz.
Der Nachlass befand sich im Archiv und Museum der Kriegsgefangenschaft der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. Deren Schriftgut befand sich zuletzt beim Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermisstenangehörigen Deutschlands e. V. und wurde mit dessen Schriftgut 2006 dem Bundesarchiv, Abt. Militärarchiv übergeben. Die Unterlagen des Archivs und Museums der Kriegsgefangenschaft bildeten zunächst den Bestand MSg 201, wurden aber 2010 in den Bestand MSg 200 überführt. Der Nachlass von Magdalene von Steinäcker wurde 2025 herausgezogen und als eigenständiger Nachlassbestand formiert.
Alexandrine von Üxküll-Gyllenband war Krankenschwester und Oberin des Roten Kreuzes.
Auch sie wurde im Ersten Weltkrieg mit der Besichtigung von Kriegsgefangenenlagern in Russland, später der Sowjetunion beauftragt.
Der Nachlass enthält Unterlagen und Berichte, die im Zusammenhang von Alexandrine von Üxküll-Gyllenbands Betreuung deutscher Kriegsgefangener in Russland, bzw. der Sowjetuinion entstanden sind, aber auch Briefe an deutsche Kriegsgefangene, die von ihr nicht mehr zugestellt werden konnten.
Der Nachlass befand sich im Archiv und Museum der Kriegsgefangenschaft der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. Deren Schriftgut befand sich zuletzt beim Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermisstenangehörigen Deutschlands e. V. und wurde mit dessen Schriftgut 2006 dem Bundesarchiv, Abt. Militärarchiv übergeben. Die Unterlagen des Archivs und Museums der Kriegsgefangenschaft bildeten zunächst den Bestand MSg 201, wurden aber 2010 in den Bestand MSg 200 überführt. Der Nachlass von Alexandrine von Üxküll-Gyllenband wurde 2025 herausgezogen und als eigenständiger Nachlassbestand formiert.
Anne-Marie Wenzel war Mitglied der Commission Danoise-Allemande pour visiter des camps des prisonniers en Russie-Sibérie 1916/17. Diese bestand aus sechs deutschen Krankenschwestern: Anne-Marie Wenzel (Bestand N 5084), Mathilde Gräfin von Horn (Bestand N 5085), Emma Gräfin von Bunsen (Unterlagen in N 5088), Erika von Passow (Unterlagen in MSG 200), Anni Rothe (Unterlagen in MSG 200), Elisabeth von Gagern. Anne-Marie Wenzel hat später ein Buch über ihre Erlebnisse geschrieben: „Wenzel, Anne-Marie: Deutsche Kraft in Fesseln. Fünf Jahre deutscher Schwesterndienst in Sibirien (1916-1921). Potsdam 1931“
Der kleine Nachlass besteht aus Zeitungsausschnitten, Fotos, Briefen an einen ehemaligen Kriegsgefangenen sowie die Tagebücher von Anne-Marie Wenzel aus der Zeit einer Reise durch die Sowjetunion zur Betreuung deutscher Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg.
Der Nachlass befand sich im Archiv und Museum der Kriegsgefangenschaft der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. Deren Schriftgut befand sich zuletzt beim Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermisstenangehörigen Deutschlands e. V. und wurde mit dessen Schriftgut 2006 dem Bundesarchiv, Abt. Militärarchiv übergeben. Die Unterlagen des Archivs und Museums der Kriegsgefangenschaft bildeten zunächst den Bestand MSg 201, wurden aber 2010 in den Bestand MSg 200 überführt. Der Nachlass von Anne-Marie Wenzel wurde 2025 herausgezogen und als eigenständiger Nachlassbestand formiert.
Benutzungshinweise
Das Bundesarchiv ist bemüht, benutzungsrelevante Unterlagen digital zur Verfügung zu stellen. (Noch) nicht digitalisierte Unterlagen können Sie entweder vor Ort einsehen oder deren Digitalisierung on demand beauftragen.
Die oben genannten Nachlassbestände liegen im Bundesarchiv aufgrund von privatrechtlichen Vereinbarungen vor. Besondere Benutzungsbedingungen bestehen nicht. Die Benutzung dieser Nachlassbestände unterliegt keinen anderen Bedingungen als der Beachtung der Persönlichkeitsrechte Betroffener und Dritter. Zu diesen zählen insbesondere auch die aus dem Urheberrecht erwachsenden Nutzungs- und Verwertungsrechte.
Wenn Sie die besagten Nachlassbestände einsehen möchten, bitten wir Sie, neben Ihrem Benutzungsantrag auch die Besondere Verpflichtungserklärung für die Nutzung von Archivgut privater Herkunft einzureichen. Da es sich um Unterlagen privater Herkunft handelt, ist für die Benutzung die Unterzeichnung einer solchen Erklärung erforderlich. Sie verpflichten sich damit, die schutzwürdigen Belange von Personen, die in den Unterlagen genannt werden, angemessen zu wahren und Urheberrechte zu beachten.
Bei den Beständen MSG 2 und MSG 200 ist, da es sich um Sammlungen zahlreicher privater Abgaben handelt, stets eine individuelle Prüfung der Akten und deren Rechtesituation nötig. Wenn Sie Akten gefunden haben, die Sie gern einsehen möchten, dann bitten wir Sie, uns deren Archivsignaturen mitzuteilen. In der Regel ist die Benutzung von Akten aus MSG 2 und MSG 200 nicht an besondere Benutzungsbedingungen geknüpft und die Unterzeichnung einer besonderen Verpflichtungserklärung genügt. Die Rechtesituation erfordert jedoch eine der Benutzung vorausgehende Prüfung. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis.
Weitere Quellen in anderen Archiven und Institutionen
Vor allem die Archive des Deutschen Roten Kreuzes sowie der in der Kriegskrankenpflege und Kriegsgefangenenfürsorge tätig gewesenen Ordensgemeinschaften überliefern relevante Unterlagen, insbesondere auch Nachlässe von hier eingesetzten Krankenschwestern. Es empfiehlt sich daher immer, die entsprechenden Einrichtungen bzw. ihre Rechtsnachfolger zu kontaktieren.