Einführende Informationen
Vor dem Ersten Weltkrieg waren die U-Boote der Kaiserlichen Marine der Inspektion des Unterseebootswesens unterstellt. Ab 1914 unterstanden die Unterseebootsflottillen dem Führer der Unterseeboote, dann von 1917 bis 1919 dem Befehlshaber der Unterseeboote. Führer der Unterseeboote war bis 1917 Fregattenkapitän Hermann Bauer, Befehlshaber der Unterseeboote war 1917 bis 1918 Kapitän zur See Andreas Michelsen, zur Abwicklung 1918 bis 1919 Korvettenkapitän Friedrich Lützow.
Die erste Unterseebootsflottille wurde 1910 gebildet und 1914 aufgeteilt in die I. und II. Unterseebootsflottille. Im Krieg waren die U-Boote der Kaiserlichen Marine in der I. bis V. Unterseebootsflottille zusammengefasst. Daneben bestand ab 1917 die U-Kreuzerflottille, die in diesem Jahr in U-Kreuzerverband umbenannt und aus dem Bereich des Befehlshabers der Unterseeboote herausgenommen wurde, der Verband wurde 1918 in I. U-Kreuzerflottille umbenannt.
Außerdem gab es folgende Unterseebootsflottillen und Unterseebootstäbe, die nicht dem Befehlshaber der Unterseeboote unterstellt waren: von 1916 bis 1917 die Unterseebootsflottille Kurland und bei dem Marinekorps Flandern von 1917 bis 1918 den Führer der Unterseeboote Flandern und von 1915 bis 1917 die Unterseebootsflottille Flandern, dann von 1917 bis 1918 die I. und II. Unterseebootsflottille Flandern, sowie von 1917 bis 1918 den Führer/Befehlshaber der Unterseeboote Mittelmeer und ab 1915 die Unterseebootsflottille Pola, dann geteilt in die I. Unterseebootsflottille Mittelmeer in Pola und die II. Unterseebootsflottille Mittelmeer in Cattaro.
Quellen im Bundesarchiv
Die vorhandenen Dokumente der U-Boote der Kaiserlichen Marine befinden sich bei der Abteilung Militärarchiv des Bundesarchivs in Freiburg in folgenden Beständen:
In den Bestandsinformationen sind dort weitere Angaben zu den einzelnen Dienststellen und Booten zu finden und auch Literaturhinweise.
Pläne und technische Zeichnungen der U-Boote der Kaiserlichen Marine sind im Bestand RM 3 (Reichsmarineamt) zu finden. Weitere ausführliche Informationen finden Sie hier in unseren Rechercheleitfäden „Schiffspläne von Kriegsschiffen" und „Technische Zeichnungen militärischer Herkunft bis 1945“.
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Frank Anton
Stand: Februar 2026