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Die Diskutanten der Podiumsdiskussion ‚35 Jahre Erstürmung der Stasi-Zentrale‘: Dr. Daniel Kubiak, David Gill, Martin Montag, Ulrike Poppe, Christian Booß und Moderator Marco Seiffert.

Die Diskutanten der Podiumsdiskussion ‚35 Jahre Erstürmung der Stasi-Zentrale‘: Dr. Daniel Kubiak, David Gill, Martin Montag, Ulrike Poppe, Christian Booß und Moderator Marco Seiffert., Quelle: BArch/Witzel

Meldung

Aktionstag „35 Jahre Erstürmung der Stasi-Zentrale“

Am historischen Ort der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg fand am 15. Januar 2025 der Aktionstag „35 Jahre Erstürmung der Stasi-Zentrale – Revolution und dann?“ statt – mit Zeitzeugen- und Schwerpunkt-Führungen durch Ausstellungen, Aktenmagazine und über das Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale.

Am Abend diskutierten Zeitzeugen, Historiker und Wissenschaftler auf dem Podium über die Bedeutung dieses historischen Tages für die Aufarbeitung der Diktatur und die Verständigung zur Gegenwart.

So betonte Alexandra Titze, Vizepräsidentin des Bundesarchivs und Leiterin des Stasi-Unterlagen-Archivs, das Stasi-Unterlagen-Archiv diene als Quelle dafür, wie die Stasi gearbeitet hat, und helfe zu verstehen, was sich niemals wiederholen darf. David Gill, Botschafter in Irland, früherer Vorsitzender des Bürgerkomitees zur Auflösung der Stasi-Zentrale und später Mitarbeiter der Stasi-Unterlagen-Behörde, unterstrich die anhaltende Bedeutung der Ereignisse: „Wir erstürmen keine Stasi-Zentralen mehr, aber wir stellen uns den Demokratiefeinden in den Weg.“

Ulrike Poppe, Bürgerrechtlerin und Oppositionelle in der ehemaligen DDR, erinnerte daran, dass die Revolution ein Beweis dafür ist, dass Geschichte von Menschen gemacht wird, während Historiker Dr. Christian Booß auf die Relevanz der damaligen Geschehnisse für die heutige Zeit hinwies und Dr. Daniel Kubiak, Sozialwissenschaftler, den Blick auf die zukünftige Bedeutung dieser Erfahrungen lenkte.

Es wurde deutlich, dass die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Demokratie eng miteinander verbunden sind – ein zentrales Anliegen des Stasi-Unterlagen-Archivs als „Brücke in die Gesellschaft“.

Insgesamt kamen über 500 Besucherinnen und Besucher zum Aktionstag, einer Kooperationsveranstaltung des Stasi-Unterlagen-Archivs, der Robert-Havemann-Gesellschaft, des Stasimuseums und des Bürgerkomitees ‚15. Januar‘ e. V.