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Bild der Außenansicht des Hauptflügels des Rastatter Schlosses, Ort der Erinnerungsstätte des Bundesarchivs

Außenansicht des Hauptflügels des Rastatter Schlosses, Ort der Erinnerungsstätte des Bundesarchivs, Quelle: BArch, B 198 Bild-2017-0215-001 / Hacke, Mila

Rastatt

Aktionstage in der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte

"Wunschführungen bewähren sich."

Wie in den vergangenen Jahren erwartete die zahlreichen Besucherinnen und Besuchern am Internationalen Museumstag am 13. Mai 2018 ein abwechslungsreiches Programm in der Bundesarchiv-Erinenrungsstätte.

Erstmals gab es in diesem Jahr ganztägige Sonderveranstaltungen zu wichtigen Ereignissen der deutschen Geschichte, so zum Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953, zum Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961, zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 oder zur Novemberrevolution 1918. Die mehr als 900 Besucherinnen und Besucher konnten in thematisch passenden historischen Bildern und Dokumenten des Bundesarchivs stöbern. Andere lösten ein Quiz, beschäftigten sich mit einer Frage-Rallye zur DDR-Ausstellung oder erkundeten mit dem "Spiel der Lebenswege" im Portal "Weimar - Die erste deutsche Demokratie" welchen Entscheidungen die aus dem Ersten Weltkrieg in das revolutionäre Deutschland heimkehrenden Soldaten 1918 treffen mussten. Am 17. Juni konnten die Besucher im Rahmen einer Kooperation mit der englischen University of Chester den vor 65 Jahren in der DDR ausgebrochenen Volksaufstand "in Echtzeit" auf Twitter miterleben.


Besonders regen Anklang fanden die Filmvorführungen, mit zeitgenössische Aufnahmen aus ost- und westdeutschen Wochenschauen und Nachrichtensendungen wie etwa der "Welt im Bild" oder der "Aktuelle Kamera", einer Dokumentation zur letzten Regierung der DDR oder mit Ausschnitten aus einem Stummfilm von 1919, der den Bürgern – und erstmals auch den Bürgerinnen! – mit Humor und einigen Slapstick-Einlagen die korrekte Abgabe ihrer Wahlstimme erklärte. Angesichts des großen Interesses werden ähnliche Angebote auch 2019 ein fester Bestandteil des Programms sein.

Ebenfalls bewährt hat sich das neue Konzept der "Wunschführungen" durch die Dauerausstellung der Erinnerungsstätte, bei der die Gäste bestimmen, welche Exponate ihnen in etwa 45 Minuten vorgestellt werden sollen.