Die ehemalige Stasi-Zentrale ist zum zweiten Mal einer der Schauplätze der Berlin Freedom Week, die vom 7. bis 14. November in der Stadt gefeiert wird. Das Bundesarchiv unterstützt das Programm der Freedom Week und ist Kooperationspartner der Eröffnungsveranstaltung, die von Alexandra Titze, Vizepräsidentin des Bundesarchivs und Leiterin des Stasi-Unterlagen-Archivs, eröffnet wird.
Literatur, Kunst, Podcasts und Mitmachangebote beim „Ostfrauensalon“
Am 7. November, zwei Tage vor dem Mauerfalltag, ist der „Ostfrauensalon“ in der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg zu Gast. Wo einst Kontrolle, Misstrauen und Abschottung herrschten, sollen Begegnungen entstehen: Eine lange, festlich gedeckte Tafel wird zum Ort für Gespräche. Begleitet wird der offene Austausch von Literatur, Kunst, Podcasts und Mitmachangeboten. Der Salon wurde 2024 von Isa Grütering gegründet. Seither haben mehr als 50 Salons in ganz Deutschland stattgefunden. Das Format schafft Begegnungsräume, in denen persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Entwicklungen und unterschiedliche Perspektiven auf die ostdeutsche Identität im Mittelpunkt stehen.
Weiteres Programm mit Führungen, Lesebühne und Theaterstück
Zum weiteren Programm der Berlin Freedom Week auf dem Campus für Demokratie gehören Führungen durch das Stasi-Unterlagen-Archiv unter anderem zum Thema „Frauen im Fokus der Staatssicherheit“. Am 9. November bringt „DDR direkt“ Gedichte und Prosatexte von schreibenden Arbeiterinnen und Arbeitern aus der DDR auf die Bühne. Die Lesebühne am 10. November widmet sich der Entstehung der DDR-Lesbenbewegung und Repressionen, denen ihre Akteurinnen ausgesetzt waren. Am 11. November erinnert das Theaterstück „Frau Minister“ an Marie Torhorst, die 1947 erste deutsche Ministerin wurde.