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Buchcover der Bücher „Ihr löscht das Feuer mit Benzin“, „Starkstromzeit. Vom Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt“, „Lesbische Selbstbehauptung in der DDR“, „Selbstregulierung des Herzens“, „Freiheit auf der Strecke“

Lesebühne 2026

Pressemitteilung

Biermanns Tagebücher, Motorsport und lesbische Selbstbehauptung in der DDR  

„Lesebühne“ in der ehemaligen Stasi-Zentrale ab dem 13. Oktober  

Im Herbst laden das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv und die Robert-Havemann-Gesellschaft wieder zu Buchvorstellungen, Lesungen und Gesprächen in die ehemalige Stasi-Zentrale ein. In fünf Veranstaltungen widmet sich die Herbstreihe der „Lesebühne“ neuen Publikationen zur DDR-Vergangenheit, zur Zeitgeschichte und zu aktuellen politischen Diskursen.

Biermanns Blick auf die deutsche Nachkriegsgeschichte

Den Auftakt macht am Dienstag, 13. Oktober, die Buchpremiere von „Ihr löscht das Feuer mit Benzin“. Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk stellt die von ihm edierten Tagebücher des Liedermachers Wolf Biermann vor. Im Mittelpunkt stehen Biermanns Beobachtungen über Verbot, Ausbürgerung und den Mauerfall sowie seine Begegnungen mit prägenden Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Kowalczuk eröffnet damit einen besonderen Blick auf Biermann als politischen Beobachter und auf die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Ost und West. Im Anschluss diskutiert Kowalczuk mit dem Historiker Bernd Florath. Daniela Münkel (Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung im Stasi-Unterlagen-Archiv) moderiert.

Persönliche Spurensuche, DDR-Lesbenbewegung und Kybernetik

Am Dienstag, 27. Oktober, begibt sich der Schriftsteller Aron Boks mit seinem Werk „Starkstromzeit. Vom Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt“ auf eine persönliche Spurensuche und erzählt dabei die ungewöhnliche Geschichte seiner Großeltern, die in der DDR als Selbstständige Leuchten herstellten. In weiteren Lesungen befasst sich die diesjährige Lesebühne mit Themen wie der Geschichte lesbischer Selbstbehauptung in der DDR, Kybernetik, Liebe, Freundschaft und dem gesellschaftlichen Wandel in der Vor- und Nachwendezeit sowie dem Spannungsfeld zwischen Motorsport, Freiheitsvorstellungen und staatlicher Kontrolle rund um die Motorradrennen auf dem Sachsenring, die ab 1961 Teil der Motorrad-WM waren.

Alle Veranstaltungen beginnen um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist „Haus 22“ auf dem Gelände der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin. Die Veranstaltung am 1. Dezember findet in „Haus 7“, Raum 427, statt.

13. Oktober 2026, 18:30 Uhr: Ilko-Sascha Kowalczuk: „Ihr löscht das Feuer mit Benzin“

27. Oktober 2026, 18:30 Uhr: Aron Boks: „Starkstromzeit“

10. November 2026, 18:30 Uhr: Teresa Tammer / Karin Dauenheimer: „Lesbische Selbstbehauptung in der DDR“

24. November 2026, 18:30 Uhr: Peggy Mädler: „Selbstregulierung des Herzens“

1. Dezember 2026, 18:30 Uhr: Tobias Wunschik: „Freiheit auf der Strecke“

Programm und weitere Informationen

Kontakt zur Pressestelle

Elmar Kramer, Stellv. Pressesprecher

Pressesprecher

Elmar Kramer

Telefon: 030 18 665-7181
E-Mail: elmar.kramer@bundesarchiv.de