Das Lastenausgleichsarchiv (LAA) im Bundesarchiv gibt Auskunft zu Fragen rund um Flucht und Vertreibung von Deutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges und erhält hierzu eine Vielzahl von Anfragen. Aufgrund des hohen Anfrageaufkommens ist es zu Rückständen bei der Bearbeitung gekommen. Um diese abzubauen und gleichzeitig weiterhin eingehende dringliche Anfragen bearbeiten zu können, wird das LAA zum 16. Januar 2026 und für die Dauer von bis zu zwei Jahren seine Prozesse anpassen:
Anfragen, die ab dem 16. Januar 2026 eingehen, werden nach einer Priorisierung (Dringlichkeit) bearbeitet. Priorität erhalten Anfragen, sofern ihnen insbesondere folgende Anliegen zugrunde liegen:
- Durchsetzung von Rechtsansprüchen mit Terminen und Fristen
- Wiedergutmachungseinbürgerung
- Schicksalsklärung oder Rehabilitation aufgrund von NS- oder SED-Verfolgung
- Erarbeitung wissenschaftlicher Publikationen, die an Fristen gebunden sind oder im Kontext besonderer öffentlicher Aufmerksamkeit stehen
- Verwertung in Presse und Medien zu einem Thema, das besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfährt
Für detaillierte Angaben und zum Nachweis des jeweils vorliegenden Dringlichkeitsgrunds wird ein Fragebogen zugesandt.
Anfragende, deren Anliegen nicht den Priorisierungskriterien entsprechen, werden gebeten, sich nach Abschluss der Maßnahme ab dem 1. Januar 2028 erneut an das Lastenausgleichsarchiv zu wenden.