Eine Revolution braucht Revolutionäre und Revolutionärinnen – mutige Männer und Frauen, die für ihre Überzeugungen auf die Straße gehen, in den Parlamenten kämpfen, die Ereignisse festhalten und Netzwerke bilden. 1848/49 forderten Menschen in ganz Europa Freiheit und Bürgerrechte, politische Teilhabe, nationale Selbstbestimmung und ein besseres Leben. Nicht wenige bezahlten ihren Einsatz mit dem Leben, langjähriger Gefängnishaft oder mussten ins Exil flüchten.
Der Sammelband knüpft an eine Vortragsreihe der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte an. In ihm lassen ausgewiesene Autorinnen und Autoren bekannte und unbekannte Menschen von 1848/49 zu Wort kommen, die diese Revolution erlebten. Sie haben sie mitgestaltet, sind für sie auf die Straße gingen, rangen in den Parlamenten um die Gestaltung der Zukunft – oder bekämpften den revolutionären Umbruch mit allen Mitteln. Das Buch handelt von Parlamentariern und Revolutionärinnen, Feldherren und Journalistinnen – berühmten Namen wie Wilhelm I. von Preußen und „Turnvater“ Ludwig Jahn, aber auch von zu Unrecht vergessenen Männern und Frauen, wie die unbeirrbare Revolutionärin Henriette Obermüller-Venedey, den in Rastatt hingerichteten Freiheitskämpfer Jean Jansen oder das revolutionäre Ehepaar Johanna und Gottfried Kinkel.
Die 14 biografiegeschichtlichen Porträts veranschaulichen ihre Schicksale, ihre Hoffnungen und ihre Ansichten und erwecken eine Epoche zum Leben, die unser Land bis heute prägt.
