Posten, teilen, kommentieren – nie war es so einfach, Informationen zu konsumieren und zu verbreiten. Gleichzeitig fällt es vielen Menschen schwer, Fakten von DesinformationDesinformationGemäß MfS-Definition die bewusste Verbreitung von den Tatsachen grundsätzlich oder teilweise... zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund hatten 120 Schülerinnen und Schüler am 28. April 2026 Gelegenheit, sich intensiv mit den Themen Pressefreiheit, Desinformation und Informationskompetenz auseinanderzusetzen. Anlass war der Tag der Pressefreiheit in der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie in Berlin. Das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv organisierte den Tag in Zusammenarbeit mit dem Medienverband der freien Presse und zwölf weiteren Partnern.
Prof. Dr. Daniela Münkel, Leiterin der AbteilungAbteilungEine selbständige Abteilung ist eine Organisationsstruktur in der MfS-Zentrale, die durch den... Vermittlung und Forschung im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv, begrüßte die Schülerinnen und Schüler im ehemaligen Offizierskasino der Stasi-Zentrale und erläuterte, welche Folgen die fehlende Pressefreiheit in der DDR für die Menschen hatte.
Über die Rolle freier Medien in einer zunehmend polarisierten Öffentlichkeit ging es in einer Podiumsdiskussion mit Susanne Koelbl, Auslandskorrespondentin beim SPIEGEL, Karoline Preisler, Politikerin und Autorin, Iman Sefati, Reporter und Multimedia-Producer bei BILD, sowie Linda Friese, stellvertretende Ressortleiterin und Host des ZEIT-Formats „Hochkant“. FUNKE-Journalistin Carlotta Richter moderierte das Gespräch. Die Diskussion machte deutlich, wie sehr der digitale Raum die Rahmenbedingungen für Journalismus verändert und wie wichtig verlässliche Informationen für Orientierung in der Gesellschaft sind.
Praxisnahe Workshops vermittelten den Jugendlichen Wissen und stärkten ihre Fähigkeit, Informationen kritisch zu hinterfragen und sich eine fundierte eigene Meinung zu bilden.
So betrachteten die Jugendlichen Inhalte auf TikTok und Instagram kritisch und produzierten eigene Social-Media-Beiträge. Ein weiterer Workshop zeigte auf, wie Falschinformationen entstehen, wie sie erkannt werden und welche Auswirkungen sie auf demokratische Prozesse haben.
Im Workshop „True Crime DDR – Operative Arbeit der Stasi“ analysierten die Schülerinnen und Schüler mit Bettina Altendorf aus dem Bildungsteam des Stasi-Unterlagen-Archivs anhand originaler Akten konkrete Fälle politischer Verfolgung. Dabei lernten sie aus verschiedenen Perspektiven, wie Überwachung funktionierte und welche Folgen sie für die Betroffenen hatte.





