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Heft aus der Reihe „Im Fokus“. Auf dem Cover steht über einem historischen Foto, das eine Hand mit einer Lupe zeigt: „Im Fokus. Vom Tatort ins Archiv. Kriminalfälle der deutschen Geschichte“. Unten links sind Logo und Schriftzug des Bundesarchivs zu sehen.

Cover eines Hefts aus der Reihe „Im Fokus“ zum Thema „Kriminalfälle“, Quelle: Bundesarchiv

Pressemitteilung

„Vom Tatort ins Archiv. Kriminalfälle der deutschen Geschichte“

Bundesarchiv-Publikation „Im Fokus“: Überfall auf die Bundeswehr, falscher Prinz von Preußen und DDR-Spionage in Bonn

Von Betrug, Hochstapelei und politischen Umsturzversuchen über Landesverrat, Spionage und Raub bis hin zu Mord: In fünf Kapiteln von den 1920er bis 1980er Jahren erzählt das neue Bundesarchiv-Themenheft „Vom Tatort ins Archiv. Kriminalfälle der deutschen Geschichte“. Es geht um Fahndungserfolge, aber auch menschliche Abgründe.

Das Heft behandelt auch den juristisch bis heute folgenreichen Überfall auf ein Munitionsdepot der Bundeswehr 1969 im saarländischen Lebach, bei dem drei Wachsoldaten getötet wurden. Die Ermittlungsbehörden leiteten eine der bis dahin größten Fahndungen in der Geschichte ein und fassten die Täter, die dann verurteilt wurden. Bis heute wirkt das sogenannte Lebach-Urteil des Bundesverfassungsgerichts nach. Hier ging es um Persönlichkeitsrechte von Tätern, Anonymisierung von Bildern und Namen.

Hochstapelei, Umsturzpläne und Spionage

Die dargestellten Kriminalfälle erregten landesweite Aufmerksamkeit und waren oft von überregionaler gesellschaftlicher oder politischer Relevanz. So war es auch zum Beispiel im Fall des Hochstaplers Harry Domela, der in den 1920er und 1930er Jahren Bekanntheit als falscher Prinz von Preußen erlangte. Trotz der Verurteilung wegen Betrugs avancierte Domelas Geschichte zu einem Medienereignis der Weimarer Republik.

Weitere Kapitel des Krimi-Heftes befassen sich unter anderem mit Umsturzplänen des nationalsozialistischen Naumann-Kreises in den 1950er Jahren in der Bundesrepublik oder mit Lothar-Erwin Lutze und seiner Ehefrau Renate, die in den 1970er Jahren als inoffizielle Mitarbeiter für die DDR-Staatssicherheit in Bonn im Bundesverteidigungsministerium Spionage betrieben.

Vielfältige Perspektiven auf Kriminalfälle

Die im Heft präsentierten Fälle zeigen die Vielfalt der Perspektiven auf, die sich aus den Unterlagen des Bundesarchivs ergeben. Als Gedächtnis der Gesellschaft bewahrt das Archiv vor allem staatliche Unterlagen von nationaler Bedeutung und macht diese für alle zugänglich. Ermittlungs- und Gerichtsakten, Überlieferungen staatlicher Stellen, private Nachlässe, Medienberichte sowie Stasi-Unterlagen und Bestände des Bild- und Filmarchivs ermöglichen nicht nur Einblicke in die Kriminalfälle selbst, sondern zeugen auch von den öffentlichen Debatten dazu.

In der Publikationsreihe „Im Fokus“ präsentiert das Bundesarchiv regelmäßig Themen aus der deutschen Geschichte anhand von Dokumenten.

Dokumentenheft: „Im Fokus: Vom Tatort ins Archiv. Kriminalfälle der deutschen Geschichte“ (PDF, 41 MB, Datei ist nicht barrierefrei ⁄ barrierearm)

Das Heft ist kostenfrei bestellbar über diese Seite.
Oder per Mail an oeffentlichkeitsarbeit@bundesarchiv.de

Kontakt zur Pressestelle

Elmar Kramer, Pressesprecher

Pressesprecher

Elmar Kramer

Telefon: 030 18 665-7181
E-Mail: elmar.kramer@bundesarchiv.de