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Blick in die Wanderausstellung. Zu sehen sind mehrere Stelen mit Glasvitrinen, in denen sich Dokumente, Fotos und Objekte befinden.

Blick in die Wanderausstellung, Quelle: Bundesarchiv / Hoffmann

Pressemitteilung

Wanderausstellung „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ in der Mannheimer Abendakademie

Eröffnung am 15. April um 18 Uhr mit Gesprächsrunde

Das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv kommt mit seiner Wanderausstellung nach Mannheim. Vom 13. April bis 6. Juni 2026 ist „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ in der Mannheimer Abendakademie zu sehen. Die Ausstellung stellt Objekte aus dem Archiv in den Mittelpunkt, über die sich die Geschichte der DDR-Geheimpolizei, ihre Methoden und die oftmals drastischen Folgen der Bespitzelung für die Betroffenen erschließen lassen.

Ausstellung zeigt Stasi-Unterlagen vor Ort und online

Sieben Vitrinen zeigen Faksimiles von 21 Objekten aus den Beständen des Stasi-Unterlagen-Archivs. Dazu gehört ein großer, handgefertigter Buchstabe „A“ (wie Ausreise) aus Alufolie und Krepp-Papier aus der Gegenstandsablage der Stasi. Ein Ehepaar hatte ihn 1985 ins Fenster seiner Wohnung gehängt, um den Wunsch zur Ausreise öffentlich zu dokumentieren – und musste deshalb in Untersuchungshaft. Gezeigt wird auch ein Stasi-Observationsfoto aus Berlin 1986: Zu erkennen ist einer der Beteiligten des Attentats auf die West-Berliner Diskothek „La Belle“ beim Betreten der libyschen Botschaft in Ost-Berlin.

Die Ausstellung ist als vor Ort- und zugleich Online-Ausstellung konzipiert: Auf den Vitrinen finden sich neben Kurztexten QR-Codes, die zur Webseite www.alles-wissen-wollen.de führen. Hier finden die Besucherinnen und Besucher Hintergrundinformationen mit insgesamt knapp 400 Dokumenten, Fotos, Audios und Filmen.

Erinnern für die Zukunft: Gesprächsrunden und Bürgersprechstunden

An Grußworte von Susanne Deß (Geschäftsführerin Mannheimer Abendakademie) und Daniela Münkel (Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung im Stasi-Unterlagen-Archiv) schließt die Gesprächsrunde „Erinnern für die Zukunft“ an. Daniela Münkel und Evelyn Zupke (SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag) sprechen über die Bedeutung der Stasi-Unterlagen für das heutige Verständnis unserer demokratischen Gesellschaft. Christian Groh (Leiter der Abteilung Ausstellung beim MARCHIVUM Mannheim) moderiert das Gespräch.

Am Mittwoch, 15. April, in der Zeit von 16 bis 20:30 Uhr und am Donnerstag, 16. Juni, in der Zeit von 10 bis 14 Uhr bietet das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv eine Bürgersprechstunde an und berät zu Anträgen auf Einsicht in Stasi-Unterlagen.

Die Ausstellung ist vom 13. April bis 6. Juni 2026 in der Mannheimer Abendakademie, U 1, 16-19, 68161 Mannheim zu sehen. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 21:30 Uhr und am Samstag von 8 bis 16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Informationen zur Ausstellung

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Kontakt zur Pressestelle

Elmar Kramer, Stellv. Pressesprecher

Pressesprecher

Elmar Kramer

Telefon: 030 18 665-7181
E-Mail: elmar.kramer@bundesarchiv.de