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Cover der Publikation "Die Stasi und Bremen"

Cover der Publikation "Die Stasi und Bremen", Quelle: Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv

Newsletter 4/2026

Kommen wir miteinander ins Gespräch! Das scheint doch in diesen bewegten Zeiten wichtiger denn je. Und dabei kann auch der Blick in die Vergangenheit bedeutsam sein. Für Moses Herrin (84) jedenfalls war es so: „Sprecht miteinander, erzählt euch, was Freiheit bedeutet und was eine Diktatur ist“, sagte er bei seinem Besuch in Berlin vor ein paar Tagen.

Er muss es wissen: Zunächst bis 1964 als US-Soldat in Ludwigsburg stationiert, half er später in Berlin Menschen beim Versuch, aus der DDR in die Freiheit zu gelangen. Er wurde festgenommen, verurteilt und verbüßte die Haft viele Monate lang im berüchtigten Gefängnis in Bautzen, bevor er freigelassen wurde. 60 Jahre später kehrte er wieder nach Berlin zurück. Dank Justiz- und Stasi-Dokumenten aus dem Bundesarchiv konnte er gerade seine Rehabilitierung erreichen und erhält nun eine Opferrente. Mit dem Blick ins Stasi-Archiv und das Büro Erich Mielkes schloss sich für ihn ein Kreis, festgehalten demnächst in einer amerikanischen Doku: „Damit keiner dieses Kapitel vergisst“, sagt Herrin.

Gespräche in guter Atmosphäre und toller Abendstimmung waren auch wichtig, als das Campus-Kino in diesem gerade zu Ende gegangenen Sommer Tausende Menschen anlockte. Eine Fortsetzung für Filmliebhaber gibt es demnächst in Berlin-Lichterfelde beim Home Movie Day mit der Chance, eigene Filmschätze mitzubringen. Über die besondere Passion, die es für die Arbeit mit Audio-Unterlagen braucht, berichtet uns eine Kollegin im Format „Drei Fragen“. Und mit einem Freiheits-Thema runden wir unsere Newsletterausgabe ab: In Rastatt stehen Mut und Einsatz von Frauen aus 1848/49 im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung.