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Titel von Band XI der Edition 'Akten der Reichskanzlei - Die Regierung Hitler' (1944/45)

Titel von Band XI der Edition "Akten der Reichskanzlei - Die Regierung Hitler" (1944/45)

Pressemitteilung

Abschluss-Band der Akten der Reichskanzlei beleuchtet Regierung Hitler 1944/45

Hollmann: "Ungeheures Unrecht gab sich Anstrich regulären Verwaltungshandelns"

Das Bundesarchiv und die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften stellen heute in München den abschließenden Band XI der Reihe „Akten der Reichskanzlei: Regierung Hitler“ vor. Das Buch enthält zentrale Dokumente aus den letzten beiden Kriegsjahren 1944 bis Mai 1945. Während die Wehrmacht bereits an allen Fronten auf dem Rückzug war, versuchte das NS-Regime unter großen Verlusten die Niederlage aufzuhalten.

Die ausgewählten Aktenstücke zeigen, wie die VerwaltungVerwaltung1. Organisationsstruktur des MfS für Aufgabenkomplexe, die in der Zentralstelle durch einen... alle Maßnahmen dem „totalen Krieg“ unterordnete, letzte Reserven mobilisierte und immer mehr Mühe hatte, die Bevölkerung mit dem Notwendigsten zu versorgen. Die Folgen des Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 spielen im vorliegenden Band ebenso eine Rolle wie der „Volkssturm“ und der Umgang mit Millionen Flüchtlingen aus Schlesien oder Ostpreußen.

Der elfte und abschließende Band der Edition führt in 219 aufwändig kommentierten Dokumenten zu zentralen Problemfeldern der NS-Regierungspolitik und macht administrative Entscheidungsprozesse sichtbar. Die Aufnahme von Akten der Fachressorts lässt dabei den großen Einfluss der Ministerialbürokratie an der Funktions- und Durchsetzungsfähigkeit des nationalsozialistischen Systems deutlich werden. 

„Diese Serie zählt zu den wichtigsten Referenzwerken der NS-Forschung und damit zu den bedeutendsten Quellenpublikationen der deutschen Zeitgeschichte überhaupt. Sie zeigt, wie sich ungeheures Unrecht den Anstrich regulären Verwaltungshandelns gab. Mit dem Abschluss dieser Edition haben wir eine Grundlage der historischen Forschung geschaffen, die nachhaltig und für künftige Generationen elementar sein kann. Wir wollen im nächsten Schritt die Dokumente zur Regierungszeit Hitler online stellen und sie so noch breiter zugänglich machen.“

Michael Hollmann, Präsident des Bundesarchivs

In langjähriger Kooperation haben das Bundesarchiv und die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften damit ein mehr als 12.000 Seiten umfassendes Quellenwerk der historischen Grundlagenforschung erarbeitet. Zwischen 1968 und 1990 erschienen in 23 Bänden die „Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“, die seit 2007 online verfügbar sind.

Die ersten (Teil-) Bände der „Akten der Reichskanzlei. Regierungszeit Hitler“ wurden 1983 veröffentlicht. Nach Fertigstellung einer technisch neu gestalteten Plattform für die Edition der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung soll im kommenden Jahr auch der zweite, die NS-Zeit umfassende Teil der Edition in zwei Abschnitten (1933-1939, 1940-1945) online gestellt werden.

Termin zur Vorstellung

Historisches Kolleg München, Dienstag, 12. Juli 2022, 18 Uhr:
Die Akten der Reichskanzlei, Regierung Hitler 1933-1945

Kaulbachstr. 15
80539 München

Buchtitel

Akten der Reichskanzlei, Regierung Hitler 1933-1945. Herausgegeben für die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften von Hans Günter Hockerts und für das Bundesarchiv von Michael Hollmann. Bd. XI: 1944/45, bearbeitet von Hauke Marahrens unter Mitwirkung von Peter Keller. Mit Vorarbeiten von Friedrich Hartmannsgruber. DeGruyter Oldenbourg, Berlin/Boston 2022, LXXXV, 820 S.

Kontakt zur Pressestelle

Elmar Kramer, Stellv. Pressesprecher

Pressesprecher

Elmar Kramer

Telefon: 030 18 665-7181
E-Mail: elmar.kramer@bundesarchiv.de