Die Akten der Obersten Gerichte des Bundes stehen im Mittelpunkt eines Fachsymposiums in Koblenz. Vom 24. bis 26. April wird im Bundesarchiv über aktuelle Fragen dieser für die Erforschung und das Verständnis der deutschen Justizgeschichte wichtigen Überlieferung gesprochen. Die archivische Bearbeitung des Archivguts ist herausfordernd: Um die Unterlagen bestmöglich zugänglich und auswertbar zu machen, sind dieKriterien für die Bewertung und Übernahme der Unterlagen der Bundesgerichte kritisch zu prüfen und weiterzuentwickeln. Zugleich stellt die fortschreitende digitale Transformation in der Justizverwaltung eine neue Herausforderung dar und erfordert die Entwicklung von Strategien und Konzepten für die Überlieferung der digitalen Unterlagen.
Eingeladen wird auch zu einem öffentlichen Abendvortrag am Montag, 24. April, 18.30 Uhr, zum Thema „Justiz im Archiv. Die Überlieferung der Bundesgerichte zwischen Recht und Geschichte“, gehalten von Prof. Dr. Jan Thiessen (Humboldt-Universität zu Berlin). Dieser betrachtet die Obersten Bundesgerichte als Gegenstand von Wissenschaft und Forschung. Im Anschluss folgt ein kleiner Empfang, der Raum für die weitere Diskussion bietet.
In den Folgetagen werden auf dem Symposium aktuelle Erkenntnisse aus Forschungsprojekten, die Zielvorstellungen des Bundesarchivs und Praxisbeiträge aus der Bundesverwaltung vorgestellt. Diese richten sich vornehmlich an Teilnehmende aus Forschung, Justiz, der archivischen Fachwelt und der Presse.
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