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Blick in die Wanderausstellung. Zu sehen sind mehrere Stelen mit Glasvitrinen, in denen sich Dokumente, Fotos und Objekte befinden.

Blick in die Wanderausstellung, Quelle: Bundesarchiv / Hoffmann

Pressemitteilung

Wanderausstellung „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ im Landtag Brandenburg

Eröffnung in Potsdam mit Podiumsgespräch und musikalischer Begleitung am 7. Juli um 18 Uhr

Was genau sind eigentlich die Stasi-Unterlagen? Warum legte die Stasi  so viele Akten an und wie arbeitete sie damit? Antworten auf diese und viele weitere Fragen zur Geschichte der DDR-Geheimpolizei gibt die Wanderausstellung des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs, die am Dienstag, 7. Juli, eröffnet und vom 8. Juli bis zum 2. September 2026 in Potsdam im Landtag Brandenburg zu sehen ist. Die Ausstellung stellt Objekte aus dem Archiv in den Mittelpunkt, über die sich die Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit, seine Methoden und die oftmals drastischen Folgen der Bespitzelung für die Betroffenen nachvollziehen lassen.

Ausstellung zeigt Stasi-Unterlagen vor Ort und online

Sieben Vitrinen zeigen Faksimiles von 21 Objekten aus den Beständen des Stasi-Unterlagen-Archivs. Dazu gehört ein großer, handgefertigter Buchstabe „A“ (wie Ausreise) aus Alufolie und Krepp-Papier aus der Gegenstandsablage der Stasi. Ein Ehepaar hatte ihn 1985 ins Fenster seiner Wohnung gehängt, um den Wunsch zur Ausreise öffentlich zu dokumentieren – und musste deshalb in Untersuchungshaft. Gezeigt wird auch ein Stasi-Observationsfoto aus Berlin 1986: Zu erkennen ist einer der Beteiligten des Attentats auf die West-Berliner Diskothek „La Belle“ beim Betreten der libyschen Botschaft in Ost-Berlin.

Die Ausstellung ist als vor Ort- und zugleich Online-Ausstellung konzipiert: Auf den Vitrinen finden sich neben Kurztexten QR-Codes, die zur Webseite www.alles-wissen-wollen.de führen. Hier finden die Besucherinnen und Besucher Hintergrundinformationen mit insgesamt knapp 400 Dokumenten, Fotos, Audios und Filmen.

Podiumsdiskussion, musikalische Begleitung und Beratungsangebote

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Dienstag, 7. Juli, um 18 Uhr im Landtagsfoyer statt. Ulrike Liedtke (Landtagspräsidentin) und Daniela Münkel (Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung im Stasi-Unterlagen-Archiv) sprechen Grußworte. Anschließend findet ein Podiumsgespräch zum Thema „Erinnern für die Zukunft“ mit Daniela Münkel, Evelyn Zupke (SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag) und Maria Nooke (Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur) statt. Sie sprechen über die Bedeutung der Stasi-Unterlagen für das heutige Verständnis unserer demokratischen Gesellschaft. Maria Schultz (Leiterin der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße) moderiert die Gesprächsrunde. Pianist Frank Petzold begleitet die Veranstaltung musikalisch.

Es gibt von 17 bis 20 Uhr die Möglichkeit, vor Ort einen Antrag auf Einsicht in die eigenen Stasi-Akten zu stellen. Dabei unterstützt ein Mitarbeiter des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung bitte per E-Mail an veranstaltungen@landtag.brandenburg.de

Die Ausstellung ist vom 8. Juli bis 2. September 2026 im Landtag Brandenburg, Alter Markt 1, 14467 Potsdam, zu sehen. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Informationen zur Ausstellung

Bilder zum Download und Kurzfilm

Kontakt zur Pressestelle

Elmar Kramer, Stellv. Pressesprecher

Pressesprecher

Elmar Kramer

Telefon: 030 18 665-7181
E-Mail: elmar.kramer@bundesarchiv.de