Direkt zum Seiteninhalt springen
Blick in die Wanderausstellung. Zu sehen sind mehrere Stelen mit Glasvitrinen, in denen sich Dokumente, Fotos und Objekte befinden.

Blick in die Wanderausstellung, Quelle: Bundesarchiv / Hoffmann

Pressemitteilung

Wanderausstellung „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ in Coburg

Eröffnung am 21. Januar mit Podiumsgespräch

Das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv kommt mit seiner Wanderausstellung nach Coburg. Vom 21. Januar bis 25. Februar 2026 wird die Ausstellung im Jugendkulturzentrum COSMOS zu sehen sein. Die Ausstellung „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ stellt Objekte aus dem Archiv in den Mittelpunkt, über die sich die Geschichte der DDR-Geheimpolizei, ihre Methoden und die oftmals drastischen Folgen der Bespitzelung für die Betroffenen erschließen lassen.

Sieben Vitrinen zeigen Faksimiles von 21 Objekten aus den Beständen des Stasi-Unterlagen-Archivs. Dazu gehört ein großer, handgefertigter Buchstabe „A“ (wie Ausreise) aus Alufolie und Krepp-Papier aus der Gegenstandsablage der Stasi. Ein Ehepaar hatte ihn 1985 ins Fenster seiner Wohnung gehängt, um den Wunsch zur Ausreise öffentlich zu dokumentieren – und musste deshalb in UntersuchungshaftUntersuchungshaftFreiheitsentziehende Zwangsmaßnahme zur Sicherung des Strafverfahrens. Die Untersuchungshaft begann.... Gezeigt wird auch ein Stasi-Observationsfoto aus Berlin 1986: Zu erkennen ist einer der Beteiligten des Attentats auf die West-Berliner Diskothek „La Belle“ beim Betreten der libyschen Botschaft in Ost-Berlin.

Die Ausstellung ist als vor Ort- und zugleich Online-Ausstellung konzipiert: Auf den Vitrinen finden sich neben Kurztexten QR-Codes, die zur Webseite www.alles-wissen-wollen.de führen. Hier finden die Besucherinnen und Besucher Hintergrundinformationen mit insgesamt knapp 400 Dokumenten, Fotos, Audios und Filmen.

An Grußworte von Sebastian Straubel (Landrat Landkreis Coburg), Can Aydin (3. Bürgermeister Stadt Coburg), Anna Stößel (Geschäftsführerin der Volkshochschule Coburg), Stefan Vinzelberg (Leiter Jugendkulturzentrum COSMOS) und Daniela Münkel (Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung im Stasi-Unterlagen-Archiv) schließt die Gesprächsrunde „Erinnern für die Zukunft“ an.

Daniela Münkel, Evelyn Zupke und zwei Schauspielerinnen der Gruppe „Kollektiv AT“ sprechen über die heutige Bedeutung der Stasi-Unterlagen in unserer demokratischen Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage, wie und warum die Geschichte der Stasi auch junge Menschen heute noch interessiert. Iris Kroon-Lottes (Leiterin des Büros Europe Direct in Coburg) moderiert das Gespräch.

Am 21. Januar in der Zeit von 15 bis 19:30 Uhr bietet das Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv eine Bürgersprechstunde an und berät zu Anträgen auf Einsicht in Stasi-Unterlagen.

Die Ausstellung ist vom 21. Januar bis 25. Februar 2026 im Jugendkulturzentrum COSMOS in der Schützenstraße 1A in Coburg zu sehen. Sie ist dienstags bis freitags von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Service für Redaktionen

Informationen zur Ausstellung

Bilder zum Download und Kurzfilm

Kontakt zur Pressestelle

Elmar Kramer, Stellv. Pressesprecher

Pressesprecher

Elmar Kramer

Telefon: 030 18 665-7181
E-Mail: elmar.kramer@bundesarchiv.de