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Eine größere Menschengruppe vor einer Bühne auf dem Gelände der „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“

Quelle: Christoph Soedernski

Newsletter 5/2024

35 Jahre Mauerfall und Besetzung der Stasi-Zentrale: Mehr als 5.000 Besucherinnen und Besucher haben am 10. November in der ehemaligen Stasi-Zentrale das Demokratie-Festival „Revolution - und dann?“ gefeiert. Die Gäste besuchten Führungen, Workshops, Diskussionen, Theater und Konzerte anlässlich des 35. Jahrestages des Mauerfalls. Dies war der Abschluss der berlinweiten Feiern, die am 8. November am ehemaligen Mauerstreifen begonnen hatten. Einer der Höhepunkte: die russische Band „Pussy Riot“ mit ihrer multimedialen Punk-Rock-Show.

Ein weiterer Jahrestag steht bereits bevor: Am 15. Januar 1990 erstürmten mutige Bürgerinnen und Bürger die Stasi-Zentrale, sicherten damit die Akten vor der Vernichtung und schufen die Grundlage für die Arbeit des Stasi-Unterlagen-Archivs. Zum 35. Jubiläum der Ereignisse gibt es am 15. Januar 2025 in der ehemaligen Stasi-Zentrale ein vielfältiges Programm. Neben verschiedenen Führungen und einer Schilderinstallation diskutieren Zeitzeugen und Experten über die Erstürmung der Stasi-Zentrale und die Bedeutung der Aufarbeitung der DDR für unsere Gesellschaft. Bereits seit dem 4. Dezember, jenem Tag als 1989 in Erfurt die erste Bezirksverwaltung der Stasi in Erfurt besetzt wurde, erinnern auch die Außenstellen des Stasi-Unterlagen-Archivs an diese Phase der friedlichen Revolution.

„So viel ungelebtes Leben“ - Reinhold Beckmann spricht im Bundesarchiv über die Kriegsschicksale in seiner Familie: Fernsehmoderator und Musiker Reinhold Beckmann ist der Geschichte seiner Familie auf den Grund gegangen. In seinem Buch „Aenne und ihre Brüder“ erzählt er vom Schicksal der vier Brüder seiner Mutter - sie alle fielen im Zweiten Weltkrieg. Anders als manche aus ihrer Generation sprach Beckmanns Mutter Aenne viel über die Zeit des Krieges und die Geschichten ihrer Brüder. „So viel ungelebtes Leben. Es ist an uns Kindern und Enkelkindern, diese Geschichten weiterzuerzählen“, sagt der Autor. Das Bundesarchiv half maßgeblich bei den Recherchen: In der Abteilung Deutsches Reich fanden sich unter anderem Unterlagen zu Einsatzorten der vier Brüder in Russland, Informationen zu letzten Ruhestätten und eine Wehrmachts-Erkennungsmarke. Reinhold Beckmann ist am Freitag, 13. Dezember, 19 Uhr, im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde zu Gast. Anmeldung online.