Inhalt
Aus Sicht der SED war 1955 ein Erfolg: Auf der Genfer Konferenz wurde die Teilung Deutschlands faktisch anerkannt und die Sowjetunion erklärte die Souveränität der DDR, die nun auch dem militärischen Teil des Ostblocks angehörte.
Für viele Menschen in Ostdeutschland war das kein Grund zur Freude, wie die Berichte der Staatssicherheit an die Parteiführung zeigen. Neben der Kritik an der zunehmenden Militarisierung der ostdeutschen Gesellschaft dokumentieren die Berichte auch Spott und Verbitterung über die anhaltende Versorgungskrise im zehnten Jahr nach Kriegsende."Schwarzes Brot und dünnes Bier" waren aus Sicht breiter Bevölkerungsteile das einzig greifbare Ergebnis von fünf Jahren Planwirtschaft.
Weitere Informationen zur Buchreihe und zu diesem Titel auf der Website des Verlags Vandenhoeck & Ruprecht. Alle bisher edierten Dokumente der ZAIG werden ein Jahr nach ihrem Erscheinen in einer frei zugreifbaren Datenbank bereitgestellt und sind dort über zahlreiche Suchfunktionen komfortabel erschlossen: ddr-im-blick.de.
Zu Autorin/Autor bzw. Hrsg.
Daniela Münkel
(Hg.)
Prof. Dr., Historikerin; Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung beim Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv
Ronny Heidenreich
Dr. phil., Jahrgang 1980, Historiker; seit 2021 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Vermittlung und Forschung des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs