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Publikation

Die HV A und ihre Militärspionage

Analysen und Fallstudien

Helmut Müller-Enbergs

Reihe
BF informiert
Band
44
Umfang
144 Seiten
Auflage
2., durchgesehene und geringfügig erweiterte Auflage, Berlin 2024
Verlag
Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv
Preis
5,00 €
ISBN
978-3-946572-38-1
Sprache
Deutsch

Inhalt

Eine Geschichte des DDR-Auslandsnachrichtendienstes des Ministeriums für Staatssicherheit, der Hauptverwaltung A (HV A), gibt es bislang nicht. Angesichts weithin vernichteter Akten wird es wohl niemals das Buch über die Geschichte dieser Spionageorganisation geben.

Nun aber liegt erstmals mit der Analyse von Helmut Müller-Enbergs ein konzentrierter Überblick zur Geschichte dieser mythenumwobenen Organisation vor, die zum einen die historische Entwicklung dieser Facette der DDR-Staatssicherheit nüchtern beschreibt und zugleich an Fallstudien exemplarisch die Militärspionage genauer unter die Lupe nimmt.

Es zeigt sich: Die HV A war mehr effizienter und erfolgreicher Dienstleister der Sowjets als Berater der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Das gilt vor allem bei militärischen Fragen: Aufgrund ihrer zeitweilig ungewöhnlich guten Zugänge zu amtlich geheim gehaltenen Verschlusssachen war die HV A über NATO, Bundesverteidigungsministerium und Bundeswehr teils gut informiert. Zugleich fragt sich, ob das Freiheitsrisiko, das ihre Agenten dafür eingingen, letzthin nicht umsonst war.

Zu Autorin/Autor bzw. Hrsg.

Helmut Müller-Enbergs

Dr., Jahrgang 1960, Dipl.-Politologe; Leiter der Spionageabwehr im Land Berlin; 1992-2019 Wissenschaftlicher Referent in der Abteilung Bildung und Forschung des Stasi-Unterlagen-Archivs