- Reihe
- Dokumentenhefte
- Umfang
- 90 Seiten
- Auflage
- Berlin 2026
- Verlag
- Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv
- Preis
- kostenlos
- Sprache
- Deutsch
Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv (Hg.), Konstanze Soch (Hg.)
Bremen ist seit jeher durch die Seefahrt geprägt. Eine Stadt, die vom Handel lebt, vom Austausch, vom Blick über den Horizont. Und damit war Bremen über Jahrzehnte hinweg auch ein Ort, auf den ein anderer Blick gerichtet war – ein misstrauischer Blick aus dem Osten.
Die Akten des Ministeriums für Staatssicherheit erzählen davon. Sie führen uns ins Weserstadion, in den Hafen und auf den Marktplatz, aber auch an die Forschungsstelle Osteuropa und in zunächst unscheinbare Straßenzüge. Diese Publikation lädt dazu ein, Bremen aus dieser ungewohnten Perspektive zu betrachten. Wir lernen die Hansestadt zwar nicht als Schauplatz spektakulärer Agenteneinsätze à la James Bond kennen, aber als Stadt der Beziehungen: zwischen Ost und West, zwischen Wirtschaft und Politik, zwischen Wissen und Kontrolle.
Die hier versammelten Bilder und Dokumente machen sichtbar, wie das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) versuchte, diese Beziehungen zu erfassen, zu überwachen – und für die eigenen Ziele zu nutzen. Im Speziellen widmet sich die Studie den Häfen in Bremen, dem SV Werder Bremen, der Deutschen Bruderhilfe sowie der Bespitzelung der Forschungsstelle Osteuropa und den BND-Dienststellen in der Hansestadt.
Dr. phil., Jahrgang 1988, Studium der Kulturwissenschaften und Europäischen Kulturgeschichte; seit 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Vermittlung und Forschung des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs