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Publikation

Vom Tatort ins Archiv

Kriminalfälle der deutschen Geschichte

Bundesarchiv (Hg.)

Heft aus der Reihe „Im Fokus“. Auf dem Cover steht über einem historischen Foto, das eine Hand mit einer Lupe zeigt: „Im Fokus. Vom Tatort ins Archiv. Kriminalfälle der deutschen Geschichte“. Unten links sind Logo und Schriftzug des Bundesarchivs zu sehen.
Reihe
Im Fokus
Umfang
96 Seiten
Auflage
© 2026, Berlin 2026
Verlag
Bundesarchiv
Preis
kostenlos
Sprache
Deutsch

Bestellung von kostenlosen Printexemplaren unter oeffentlichkeitsarbeit@bundesarchiv.de

Inhalt

Wie arbeiten die Ermittlungsbehörden? Welche Konsequenzen kann kriminelles Handeln für eine Gesellschaft haben? Fünf aufsehenerregende Kriminalfälle der deutschen Geschichte zeigen sowohl menschliche Abgründe als auch kriminalistische Fahndungserfolge.

Verbrechen gibt es seit Menschengedenken. Unterlagen von Ermittlungsbehörden, Gerichten, aber auch Überlieferungen anderer staatlicher Stellen und private Nachlässe zeugen nicht nur von den Verbrechen selbst, sondern auch von den öffentlichen Debatten über sie.

Von Betrug, Hochstapelei und politischen Umsturzversuchen über Landesverrat, Spionage und Raub bis hin zu Mord: In fünf Kapiteln von den 1920er bis 1980er Jahren erzählt diese Ausgabe. Es geht um Fahndungserfolge, aber auch menschliche Abgründe. Das Heft behandelt auch den juristisch bis heute folgenreichen Überfall auf ein Munitionsdepot der Bundeswehr 1969 im saarländischen Lebach, bei dem drei Wachsoldaten getötet wurden. Die Ermittlungsbehörden leiteten eine der bis dahin größten Fahndungen in der Geschichte ein und fassten die Täter, die dann verurteilt wurden.

In einem Kapitel geht es um Fall des Hochstaplers Harry Domela, der in den 1920er und 1930er Jahren Bekanntheit als falscher Prinz von Preußen erlangte. Trotz der Verurteilung wegen Betrugs avancierte Domelas Geschichte zu einem Medienereignis der Weimarer Republik. Weitere Kapitel des Krimi-Heftes befassen sich unter anderem mit Umsturzplänen des nationalsozialistischen Naumann-Kreises in den 1950er Jahren in der Bundesrepublik oder mit Lothar-Erwin Lutze und seiner Ehefrau Renate, die in den 1970er Jahren als inoffizielle Mitarbeiter für die DDR-Staatssicherheit in Bonn im Bundesverteidigungsministerium Spionage betrieben.

Im letzten Fall geht es um den sogenannten „Kreuzworträtsel-Mord“ in Halle. Das einzige Indiz, das der Mörder am Tatort zurückgelassen hatte, waren alte Zeitungen mit ausgefüllten Kreuzworträtseln. Diese handschriftlichen Einträge dienten als einziger Anhaltspunkt. Die Suche nach dem Täter ging als die größte Schriftproben-Ermittlung in die Kriminalgeschichte ein.

Zu Autorin/Autor bzw. Hrsg.

Bundesarchiv (Hg.)