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Frau präsentiert Modekollektion auf einem grünen PKW Wartburg sitzend, Mühlhausen, März 1990

Frau präsentiert Modekollektion auf einem grünen PKW Wartburg sitzend, Mühlhausen, März 1990, Quelle: BArch, Bild 183-1990-0316-414 / Hirndorf, Heinz

Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO)

Die diesjährige Vortragsreihe der SAPMO stellt die Frauen in der DDR in den Mittelpunkt, passend zum 50-jährigen Jubiläum des von der UNO für 1975 ausgerufenen Internationalen Jahres der Frau, dessen Umsetzung in beiden Teilen Deutschlands analysiert wird. In den Vorträgen geht es einerseits um die gelebte und postulierte Gleichberechtigung in Gesellschaft und Betrieben, andererseits aber auch um die tatsächlichen Grenzen der Emanzipation. Mit dem Frauengefängnis Hoheneck wird zudem auch der Repressionsapparat in der DDR thematisiert.

Alle Vorträge verbindet, dass sie aus dem im Bundesarchiv vorhandenen reichen Quellenmaterial schöpfen. Eine Auswahl des jeweils relevanten Archivmaterials wird bei jeder Veranstaltung zur Ansicht ausliegen. Damit soll das Besondere der Vortragsreihe – die Ergebnisse historischer Forschung direkt am Ort der archivischen Quellen vorzustellen – greifbar werden.

Zusätzlich wird vor jeder Veranstaltung eine einstündige öffentliche Führung durch das Bundesarchiv angeboten, um Interessierten die Liegenschaft, die Benutzungsmöglichkeiten und den professionellen Umgang mit historischen Quellen im Archiv nahezubringen (Beginn: 16:45 Uhr).

Die Vortragsreihe wird seit vielen Jahren von der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (kurz: SAPMO) mit ihren beiden Kooperationspartnern Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung e.V. und Johannes-Sassenbach-Gesellschaft e.V. veranstaltet, um Themen zur Geschichte der DDR und zur sozialistischen Bewegung vor 1949 in einem öffentlichen Rahmen vorzustellen und zu diskutieren.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist ebenso frei wie die Teilnahme an den Führungen. Nach den Vorträgen (etwa 45 min) wird jeweils Zeit für Fragen und Diskussion sein.

Termine

  • 13. März 2025 | 18:00      
    Dr. Gisela Notz (Sozialwissenschaftlerin und Autorin): Teures Kaffeekränzchen oder Beitrag zur Emanzipation? Das internationale Jahr der Frau 1975 im geteilten Deutschland
  • 26. Juni 2025 | 18:00
    Dr. Anna Kaminsky (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur): Rabenmütter oder Vorbilder für eine gelungene Emanzipation? Frauen in der DDR
    zugleich Eröffnung der Ausstellung "Frauen im geteilten Deutschland" (26.6.-10.7.2025 im Foyer des Bundesarchivs in Berlin-Lichterfelde)
  • 25. September 2025 | 18:00
    Prof. Dr. Stefan Appelius (Politikwissenschaftler): Der Frauenstrafvollzug in der DDR am Beispiel Hoheneck
  • 27. November 2025 | 18:00
    Dr. Christian Rau (Institut für Zeitgeschichte): Kämpferinnen für Gleichberechtigung? Die betrieblichen Frauenkommissionen in der DDR