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Drei Bundeswehrsoldaten halten im April 1991 Wache an der Bundeswehrkaserne im Stadtteil Alberstadt in Dresden (Sachsen). Einer der Soldaten trägt ein Gewehr über der Schulter.

Wachsoldaten (l. mit Kalaschnikow) an der Bundeswehrkaserne „Albertstadt“ nach deren Übernahme von der NVA durch die Bundeswehr, Quelle: Bundesregierung, B 145 Bild-00073860 / Stutterheim, Christian

Ein Jahr Armee der Einheit

Am Morgen des 3. Oktobers 1990 wurde die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR aufgelöst. Ihre Angehörigen und ihr Wehrmaterial wurden teilweise in die Bundeswehr integriert. Ein Jahr später zog das Bundesministerium der Verteidigung eine Zwischenbilanz zum Stand der „Armee der Einheit“.

Anfang September 1991 erteilte das Büro des Bundesministers der Verteidigung Gerhard Stoltenberg den Auftrag, auf einer Besprechung der Abteilungsleiter des Ministeriums den aktuellen Stand der militärischen Aspekte des Einheitsprozesses vorzutragen.

Der neunseitige, von der Stabsabteilung IV (Organisation) des Führungsstabs der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung Fü S IV erarbeitete Vortrag gibt einen umfassenden Überblick über die personellen, materiellen und strukturellen Herausforderungen, die auf dem Weg zur „Armee der Einheit“ zu bewältigen waren. Man erfährt aus dem Dokument zum einen viele Details zu Fragen und Problemen der Personal- und Materialwirtschaft sowie zum Zustand von Unterkünften. Zum anderen zeugt der Bericht davon, wie bereits ein Jahr nach der Wiedervereinigung die Ausbildung von Wehrpflichtigen aus den neuen Bundesländern und die Aufnahme von Routineaufgaben geleistet wurde – wie z. B. die Sicherung des Luftraums über Ost-Deutschland durch die Bundeswehr. Schließlich hob der Bericht auch die Belastung der (gesamtdeutschen) Bundeswehrsoldaten bei der Bewachung der noch immer riesigen Mengen von Waffen und Munition aus den Beständen der aufgelösten NVA hervor.

Bundespräsident Richard von Weizsäcker spricht mit Rekruten aus den neuen Bundesländern. Im Hintergrund steht der Befehlshaber des Bundeswehrkommandos Ost, General Jörg Schönbohm.
Bundespräsident Richard von Weizsäcker im Gespräch mit Rekruten aus den neuen Bundesländern. Im Hintergrund der Befehlshaber des Bundeswehrkommandos Ost, General Jörg Schönbohm, Potsdam 1991Quelle: Bundesregierung, B 145 Bild-00180706 / o. Ang.
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    Bundesministers der Verteidigung, Stabsabteilung Fü S IV: Vortrag zum Thema „Lage der Bundeswehr in den neuen Ländern“, 16. September 1991 (Seite 1)
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    Bundesministers der Verteidigung, Stabsabteilung Fü S IV: Vortrag zum Thema „Lage der Bundeswehr in den neuen Ländern“, 16. September 1991 (Seite 2)
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    Bundesministers der Verteidigung, Stabsabteilung Fü S IV: Vortrag zum Thema „Lage der Bundeswehr in den neuen Ländern“, 16. September 1991 (Seite 3)
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    Bundesministers der Verteidigung, Stabsabteilung Fü S IV: Vortrag zum Thema „Lage der Bundeswehr in den neuen Ländern“, 16. September 1991 (Seite 4)
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    Bundesministers der Verteidigung, Stabsabteilung Fü S IV: Vortrag zum Thema „Lage der Bundeswehr in den neuen Ländern“, 16. September 1991 (Seite 5)
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    Bundesministers der Verteidigung, Stabsabteilung Fü S IV: Vortrag zum Thema „Lage der Bundeswehr in den neuen Ländern“, 16. September 1991 (Seite 6)
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    Bundesministers der Verteidigung, Stabsabteilung Fü S IV: Vortrag zum Thema „Lage der Bundeswehr in den neuen Ländern“, 16. September 1991 (Seite 7)
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    Bundesministers der Verteidigung, Stabsabteilung Fü S IV: Vortrag zum Thema „Lage der Bundeswehr in den neuen Ländern“, 16. September 1991 (Seite 8)
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    Bundesministers der Verteidigung, Stabsabteilung Fü S IV: Vortrag zum Thema „Lage der Bundeswehr in den neuen Ländern“, 16. September 1991 (Seite 9)

Das vorliegende Dokument stammt aus Archivgut mit der Signatur BArch, BW 2/23856. Die Akte ist Teil des Registraturguts des Führungsstabes der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung. Sie enthält hauptsächlich Vorträge zu Fragen der Struktur und Organisation der Bundeswehr aus den Jahren 1990/91.